Supplement: Perspektiven der Pneumologie & Allergologie

Editorial

Dtsch Arztebl 2017; 114(50): [3]

Zylka-Menhorn, Vera

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Dr. med. Vera Zylka-Menhorn Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven
Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

In Deutschland geben 6,2 % der Erwachsenen an, dass sie in den letzten 12 Monaten von Asthma bronchiale betroffen waren (Journal of Health Monitoring 3/2017). Dabei war die Prävalenz bei Frauen höher (7,1 %) als bei Männern (5,4 %). Ob diese Zahlen die Realität widerspiegeln? Denn nach den Ergebnissen einer prospektiven Kohortenstudie muss man bei Asthma von einer hohen Zahl von Fehldiagnosen ausgehen (JAMA 2017; 317: 269–79). Danach war jeder dritte Patient 5 Jahre nach der Diagnose beschwerdefrei und nicht mehr auf seine Medikamente angewiesen. Die Autoren der Studie ziehen daraus den Schluss, dass es bei den Betroffenen entweder zu einer spontanen Verbesserung gekommen ist oder niemals eine Asthmaerkrankung bestand.

Die Diagnose des Asthma bronchiale kann infolge unterschiedlicher Symptome durchaus schwierig sein. Und vielfach fehlt dem Primärversorger die Ausrüstung für detektivische Allergietests oder eine exakte Untersuchung der Lungenfunktion wie Peak-Flow-Messungen, Spirometrie, bronchiale Provokationstests oder FEV1. Auch bei der Mehrheit der Studienpatienten waren diese nicht zum Einsatz gekommen.

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Um mögliche Fehlinterpretationen zu vermeiden, widmet sich ein Artikel dieser Ausgabe der Perspektiven den Fallstricken der Asthma-Diagnose. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre!

Dr. med. Vera Zylka-Menhorn
Ressortleiterin Medizinreport/Perspektiven

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