ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2017Notfallversorgung: Wirksames Mittel
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Die Diskussion um inadäquate Inanspruchnahme von Notaufnahmen durch Bagatellfälle dreht sich ebenso im Kreis wie der oben genannte Artikel. Niemand traut sich, das einzig wirksame Mittel beim Namen zu nennen:

Eigenbeteiligung der Patienten, wie es in fast allen Ländern gängig ist. Es wäre ganz einfach, das Problem zu entzerren, indem jeder – und zwar wirklich jeder – Patient eine Eintrittsgebühr von 50 Euro entrichtete, die bei jeder Inanspruchnahme des Bereitschaftsdienstes fällig wäre.

Es muss wehtun, Befreiungen darf es dabei nicht geben. Und das Geld geht nicht – wie vor Jahren bei der unsäglichen Praxisgebühr – an die Kasse, sondern direkt an den behandelnden Arzt. Nur wer wirklich krank ist, bekommt das Geld von der Krankenkasse zurückerstattet.

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Es gibt genügend Scoresysteme, um die Behandlungsnotwendigkeit einzustufen – eine entsprechende Bescheinigung wäre unkompliziert auszustellen. Und schlag-artig ist das Problem der überquellenden Ambulanzen gelöst.

Aber an diese heilige Kuh scheint sich niemand heranzuwagen.

Dr. med. Christof Rehbein, 63739 Aschaffenburg

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