ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2017„Ärzte haben mehr Zeit für ihre Patienten“

ÄRZTESTELLEN: Nachgefragt

„Ärzte haben mehr Zeit für ihre Patienten“

Dtsch Arztebl 2017; 114(50): [4]

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Interview mit Dipl.-Wi.-Ing. Simon Kappl, Geschäftsführer der Sanima Klinik am Mayenberg GmbH in Bad Herrenalb

Herr Kappl, welche Strategie verfolgen Sie, um Ihre Mitarbeiter zu binden?

Wir achten darauf, unseren Mitarbeitern abteilungsübergreifend sehr gute Arbeitsbedingungen zu bieten. Dazu zählen vor allem die von der Leitungsebene gelebte Kultur der gegenseitigen Wertschätzung, flache Hierarchien und der Vorteil einer Privatklinik mit 27 Betten. All dies trägt entscheidend dazu bei, dass echte Teamarbeit möglich ist und ein „Wir“-Gefühl entsteht.

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Worin heben Sie sich von anderen Kliniken ab?

Unseren Ärzten und Therapeuten, die alle auch mehrjährige Erfahrungen in anderen Trägerschaften vorweisen, ist es besonders wichtig, ausreichend Zeit für die Behandlung ihrer Patienten zu haben. Als Privatklinik in unserer Größenordnung können wir intensiver mit Patienten arbeiten, als dies in sehr großen Krankenhäusern dieser Fachrichtung, meist öffentlicher Träger, machbar wäre. Hinzu kommt, dass wir im Verhältnis zur Größe unseres Hauses einen hervorragenden Personalschlüssel haben. Deshalb können wir beispielsweise auch eine hochfrequente Einzelpsychotherapie anbieten.

Bietet die Klinik Ärzten aus Ihrer Sicht weitere Vorteile?

Es ist uns ein großes Anliegen, bürokratische Vorgänge laufend zu optimieren und administrative Prozesse auf ein Minimum zu verschlanken, sodass Ärzte und Therapeuten ihre Arbeitszeit für ihre Kernaufgabe, die Behandlung ihrer Patienten, nutzen können.

Wie steht es um Überstunden und Wochenenddienste?

Die ärztlichen Bereitschaftsdienste in den Nächten und am Wochenende bilden wir größtenteils über angestellte Bereitschaftsärzte ab und nicht über unser ärztliches Stammpersonal. Somit können wir meist vermeiden, den Ärzten Überstunden zuzumuten oder die Dienstzeiten in die Nacht oder die Wochenenden auszudehnen.

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