ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2017Weiterbildung: Kompetenzzentren nahezu flächendeckend verfügbar

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Weiterbildung: Kompetenzzentren nahezu flächendeckend verfügbar

Dtsch Arztebl 2017; 114(50): A-2392

Hillienhof, Arne

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In 13 Kassenärztlichen Vereinigungsbezirken (KV-Bezirken) sind bislang sogenannte Kompetenzzentren Weiterbildung entstanden.

Foto: asiseeit/iStockphoto

Ab Anfang 2018 werden die Angebote der sogenannten Kompetenzzentren Weiterbildung nahezu flächendeckend zur Verfügung stehen. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen. 

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Die Zentren bieten überregionale Angebote für eine bessere Weiterbildung an, zum Beispiel Begleitseminare und Mentoring-Programme für Ärzte in der Weiterbildung sowie Train-the-Trainer-Fortbildungen für Weiterbilder. In den vergangenen Monaten sind auf der Basis des § 75 a des fünften Sozialgesetzbuches in 13 Kassenärztlichen Vereinigungsbezirken (KV-Bezirken) solche Zentren entstanden: In Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen und Westfalen-Lippe. Zwei Zentren werden von Koordinierungsstellen bei KVen geführt, die übrigen sind an allgemeinmedizinischen Universitätsinstituten angesiedelt.

Für die Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben hatte die KBV mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem Spitzenverband der Krankenkassen eine Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung getroffen. Diese Vereinbarung war mit der Bundes­ärzte­kammer und dem Verband der privaten Kran­ken­ver­siche­rung abgestimmt und konsentiert. Danach war die Förderung von Kompetenzzentren Weiterbildung erstmals Anfang Juli 2017 möglich. „Die zeitnahe Umsetzung in so vielen Regionen verdeutlicht das große Interesse an einer attraktiven Ausgestaltung der Weiterbildung“, hieß es aus der KBV. 

Kompetenzzentren Weiterbildung – Zwischenstand (November 2017)
Kompetenzzentren Weiterbildung – Zwischenstand (November 2017)
Tabelle
Kompetenzzentren Weiterbildung – Zwischenstand (November 2017)

Die Kosten für die Zentren tragen zu 45 Prozent die KVen und zu 55 Prozent die gesetzlichen Krankenkassen. Sie setzt sich aus einer jährlichen Basisfinanzierung von 200 000 Euro und einer leistungsabhängigen Finanzierung je eingeschriebenem Teilnehmer zusammen. „Im Jahr 2018 stehen für die leistungsabhängige Finanzierung bundesweit maximal rund 3,8 Millionen Euro zur Verfügung“, teilte die KBV mit. Die Förderanträge entscheiden die drei Vertragspartner der Fördervereinbarung gemeinsam.

Nach Auffassung der „Jungen Allgemeinmedizin Deutschland“ (JADE) sind die Zentren eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Weiterbildungsstrukturen und werden die Weiterbildung inhaltlich und strukturell verbessern. Die Nachwuchsorganisation fordert, sie in den Aufbau und die Gestaltung der Kompetenzzentren einzubinden.

Dr. med. Arne Hillienhof

Kompetenzzentren Weiterbildung – Zwischenstand (November 2017)
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