ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2017Gerda Hasselfeldt: Neues Amt für ehemalige Ge­sund­heits­mi­nis­terin

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Gerda Hasselfeldt: Neues Amt für ehemalige Ge­sund­heits­mi­nis­terin

Dtsch Arztebl 2017; 114(50): A-2427 / B-2011 / C-1965

Spielberg, Petra

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Gerda Hasselfeldt, Foto: Michael Handelmann,DRK
Gerda Hasselfeldt, Foto: Michael Handelmann,DRK

Gerda Hasselfeldt ist seit Anfang Dezember die neue Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Damit steht erstmals eine Frau an der Spitze der mit mehr als drei Millionen Mitgliedern größten humanitären Hilfsorganisation Deutschlands.

„Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Menschen in Not zu helfen, ob in Deutschland oder in den vielen Krisen- und Katastrophenregionen der Welt“, sagte Hasselfeldt. „Immer mehr Menschen fliehen vor Krieg, Gewalt, Klimawandel, Hunger und Armut. Und auch wir in Deutschland müssen uns bei der Notfallversorgung der Bevölkerung auf neue Herausforderungen einstellen“, so die neue DRK-Präsidentin.

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Die 67-Jährige war von 1989 bis 1991 Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau sowie von 1991 bis 1992 Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin. Von 2005 bis 2011 bekleidete sie das Amt der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, dem sie von 1987 bis zur Bundestagswahl im Herbst 2017 angehörte. Zuletzt war die Diplom-Volkswirtin Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Von ihrem Amt als Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin trat Hasselfeldt bereits nach knapp 16 Monaten wieder zurück. Ein Grund war der Verdacht, ihr engster Mitarbeiter, Ministerialrat Reinhard Hoppe, habe für den polnischen Geheimdienst spioniert. Hinzu kamen Auseinandersetzungen mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl über ihre Amtsführung vor dem Hintergrund der Kostenexplosion im Gesundheitswesen. Petra Spielberg

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