ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2017Heilpraktiker: Nur die Besten
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Ich verstehe die ganze Aufregung bezüglich des Heilpraktikerwesens nicht. Als Neurologin tue ich alles in meiner schul- und kassenmedizinischen Macht stehende, um Schmerzpatienten zu helfen. Persistieren die Schmerzen aufgrund von Funktionsstörungen der Wirbelsäule, hole ich mir die Heilpraktiker ins Boot. Natürlich nur die Besten, die ihr Handwerk beherrschen. Ich machte mir in den letzten zehn Jahren die Mühe, mich persönlich vom Können des Heilpraktikers zu überzeugen. Zudem habe ich mich mit deren Methoden ausführlichst beschäftigt und zum Teil auch selbst erlernt. Erfreulicherweise wurden bis dato, von mir initiiert, unzählige Patienten durch eine ganzheitliche Chiropraktik, Osteopathie, Schmerzpunktpressur nach Liebscher und Bracht und Muskeltriggertherapie von meinen „auserwählten“ Heilpraktikern hervorragend und nachhaltig behandelt.

Letztlich ergibt sich eine vierfach Win-win-Situation:

  • keine Regressgefahr für mich bezüglich Physiotherapie,
  • finanzielle Entlastung der gesetzlichen Krankenkassen,
  • erhöhte Motivation des Patienten, seinen Lebensstil zu ändern, da er ja selbst die Kosten niedrig halten möchte,
  • Schonung der Orthopäden, die sich mit der skandalös niedrigen Fallpauschale nicht wirklich um die Funktionsstörungen der gesamten WS kümmern können.

Was ist daran verwerflich?

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Dr. med. Sabine Ott-Oechsle, 89165 Dietenheim

Kommentare

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Avatar #778771
B.Schmidt
am Montag, 27. Januar 2020, 11:04

Heilpraktiker

Sehr geehrte Frau Ott-Oechsle,
vielen Dank für Ihren Beitrag! Sie haben es verstanden, wir wollen ein ergänzendes und wertschätzendes Miteinander ohne falsche Darstellung der einen oder anderen Berufsgruppe. Es wäre ein Wunsch, wenn Herr Rudolf Waldmann dies auch verstehen würde, anstatt falsche Aussagen in Umlauf zu bringen.
Mit freundliche Grüßen
B. Schmidt

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