ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2018E-Health: KBV und Kassen einigen sich beim Notfalldatenmanagement

AKTUELL

E-Health: KBV und Kassen einigen sich beim Notfalldatenmanagement

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Ärzte und Kassen haben die Industrie aufgefordert, die nötigen Geräte-Updates zu entwickeln, zu testen und zur Verfügung zu stellen. Foto: dpa
Ärzte und Kassen haben die Industrie aufgefordert, die nötigen Geräte-Updates zu entwickeln, zu testen und zur Verfügung zu stellen. Foto: dpa

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband haben sich im Erweiterten Bewertungsausschuss auf die Vergütung für das Anlegen, Aktualisieren und Löschen eines Notfalldatensatzes auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) verständigt. Das Notfalldatenmanagement (NFDM) ist eine der ersten medizinischen Anwendungen, die der Gesetzgeber in der Telematikinfrastruktur (TI) vorgesehen hat. Dabei geht es darum, für den Notfall wichtige Daten des Patienten auf der elektronischen Gesundheitskarte abzuspeichern. Die festgelegten Gebührenordnungspositionen (GOP) im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) gelten vom 1. Januar 2018 an und werden für die nächsten drei Jahre extrabudgetär vergütet. Voraussetzung für die Abrechnung der neuen GOP ist, dass die Praxen an die TI angeschlossen sind und über die notwendige Technik für das NFDM verfügen.

Die Vergütung der technischen Komponenten für das NFDM regelt die neue Vereinbarung zur TI-Finanzierung zwischen GKV-Spitzenverband und KBV. Praxen erhalten demnach eine Pauschale in Höhe von 530 Euro für die notwendigen technischen Updates für das NFDM. Die im Rahmen der TI gezahlte Betriebskostenpauschale erhöht sich um 4,50 Euro je Quartal. Für weitere stationäre Kartenterminals in den Sprechzimmern wird eine Pauschale von 435 Euro je Kartenterminal gezahlt. Dabei richtet sich der Anspruch laut KBV nach der Zahl der Betriebsstättenfälle der Praxis. Alle weiteren Pauschalen für die technische Erstausstattung zur TI-Anbindung und die Finanzierung des laufenden Betriebs bleiben bestehen. Mit den neuen GOP und der TI-Finanzierungsvereinbarung hat die Gemeinsame Selbstverwaltung fristgerecht entsprechende Vorgaben des E-Health-Gesetzes umgesetzt. EB

Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote