ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2018Kulturkalender: Historische Zeitreisen

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Kulturkalender: Historische Zeitreisen

PP 17, Ausgabe Januar 2018, U3

Schuchart, Sabine

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Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

Berlin

Bis 30. April 2019:

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Welcome to Jerusalem

© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe
© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Durch die Entscheidung Trumps, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, erhielt die Ausstellung eine unerwartete Aktualität. Doch im Gegensatz dazu wirkt die lange vorbereitete, hoch informative Schau des Jüdischen Museums entideologisierend: Sie erzählt in zehn Kapiteln die Geschichte Jerusalems von der Zeit des Herodes bis heute und nimmt den Besucher mit auf eine fesselnde kunst- und sozialpolitische Zeitreise durch die Heilige Stadt. Eineinhalb Jahre lang sind die kostbaren Exponate versammelt: Architekturmodelle von Heiligtümern und seltene Landkarten, religiöse Devotionalien, Bilder von Zeitzeugen (Foto: Max Rabe „An der Klagemauer“, 1897) und neue mediale Installationen, historische Fotografien und – ständig aktualisiert – Dokumente der jüngsten politischen Ereignisse.

Jüdisches Museum, Lindenstr. 9–14, tgl. 10–20 Uhr

Düsseldorf

Bis 8. April 2018:

Carmen Herrera

Wie ihre etwa gleichaltrige Künstlerkollegin Louise Bourgeois wurde auch die 1915 in Havanna geborene Carmen Herrera erst im hohen Alter vom Kunstmarkt entdeckt. Beide lebten von 1939 an mit Unterbrechungen in New York. Bourgeois starb 2010, die inzwischen 102-jährige Herrera ist nach wie vor künstlerisch aktiv und kreiert in ihrem Atelier ihre strengen Farbflächenbilder. Die vom Whitney Museum, New York, konzipierte Werkschau umfasst mehr als 70 Exponate von 1947 bis 2017.

K 20, Grabbeplatz, Di.–Fr. 10–18, Sa./So. 11–18, 1. Mi. im Monat 10–22 Uhr

Münster

Bis 25. Februar 2018:

Unerwartete Begegnungen

Rund 140 Arbeiten von 37 Künstlern aus dem Besitz der Westfälischen Provinzial Versicherung bieten einen schönen Einblick in die von der Moderne bis zur Gegenwart reichende Sammlung, die einen starken Bezug zur Region Westfalen hat. Darin kommt auch die Geschichte einer gut funktionierenden Partnerschaft zum Ausdruck: Die Unternehmenssammlung wurde in Kooperation mit dem Landesmuseum aufgebaut, das nun einige der Schätze zeigen kann, die sonst Besprechungs- und Vorstandsräume schmücken.

LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, Di.–So. 10–18, 2. Fr. im Monat 10–22 Uhr

München/Basel

23. Januar bis 18. Februar 2018 / 21. Januar bis 29. April 2018:

Georg Baselitz zum 80. Geburtstag

Aus Anlass des 80. Geburtstags des Malers, der mit seinen auf den Kopf gestellten Bildern auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde, präsentiert die Pinakothek Meisterblätter aus ihrem umfangreichen grafischen Bestand des Künstlers. Eine große Baselitz-Retrospektive eröffnet am 21. Januar in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel mit seinen wichtigsten Gemälden und Skulpturen der letzten sechs Jahrzehnte. Werke auf Papier zeigt parallel das Kunstmuseum Basel.

Pinakothek der Moderne, Barer Str. 40, Di. 10–18, Do. 10–20 Uhr; Fondation Beyeler, Baselstr. 101, Riehen/Basel, tgl. 10–18, Mi. 10–20 Uhr

Göppingen

Bis 28. Februar 2018:

Pablo Picasso und die Literatur

Zwischen 1905 und 1973 illustrierte Picasso mehr als 150 Bücher von so unterschiedlichen Autoren wie Ovid, Balzac, Cocteau und Tolstoi und gestaltete Buchprojekte etwa mit Paul Éluard und Paul Valéry. Die eigenwilligen Interpretationen der Texte sind ebenso Ausdruck seines großen literarischen Interesses wie seines künstlerischen Genies. Vorgestellt werden 450 Originalgrafiken aus 50 Büchern.

Kunsthalle, Marstallstr. 55, Di.–Fr. 13–19, Sa./So. 11–19 Uhr

Sabine Schuchart

Der besondere Tipp

Blick ins Körperinnere

© Gustav-Lübcke-Museum
© Gustav-Lübcke-Museum

Mumienforschung mit modernster Medizintechnik: Im Rahmen des German Mummy Projects der Reiss-Engelhorn-Museen und des Universitätsklinikums Mannheim schauen Spezialisten verschiedener Disziplinen – Anthropologen, Mediziner, Chemiker, Physiker, Biologen und Genetiker – mittels Computertomographie in das Innere von Mumien. Die künstlich oder durch Naturkräfte erhaltenen Körper liefern wichtige Erkenntnisse zu Lebensweisen, Krankheiten und Bestattungssitten vergangener Kulturen. Neue Forschungsergebnisse sind Anlass für die gemeinsam mit den Reiss-Engelhorn-Museen gestaltete Mumienausstellung des Gustav-Lübcke-Museums. Zu sehen sind mumifizierte Körper von Menschen und Tieren aus aller Welt, Techniken der Mumifizierung sowie 3-D-animierte Untersuchungsergebnisse.

„Mumien. Der Traum vom ewigen Leben“, Gustav-Lübcke-Museum, Neue Bahnhofstr. 9, Hamm, Di.–Sa. 10–17, So. 10–18 Uhr (bis 17. Juni 2018)

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