ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2018Wartezeiten: Ärger um Erreichbarkeit der Terminservicestellen

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Wartezeiten: Ärger um Erreichbarkeit der Terminservicestellen

Maybaum, Thorsten; KNA

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Mit Testanrufen wollte die Patientenbeauftragte der Bundesregierung Beschwerden von Patienten überprüfen. Foto: dpa
Mit Testanrufen wollte die Patientenbeauftragte der Bundesregierung Beschwerden von Patienten überprüfen. Foto: dpa

Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Ingrid Fischbach (CDU), hat die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) wegen schlechter Erreichbarkeit kritisiert. Bei Testanrufen seien sieben Stellen bei zwei von drei Testanrufen während ihrer Öffnungszeiten nicht erreichbar gewesen, teilte die Beauftragte mit. Seit Anfang 2016 sind die KVen verpflichtet, Facharzttermine zu vermitteln, wenn die Patienten selbst keinen Arzttermin bekommen können. Bei den Testanrufen, die Fischbach selbst als „nicht repräsentativ“ bezeichnete, sei entweder sofort eine Bandansage angesprungen, dass alle Leitungen besetzt seien (KV Westfalen-Lippe) oder die Verbindung sei sogar in der Warteschleife beendet worden, bevor ein Kontakt entstand (KV Berlin, KV Sachsen-Anhalt, KV Thüringen, KV Nordrhein, KV Hessen, KV Bremen). Fischbach erklärte, die Testanrufe seien durchgeführt worden, nachdem sie verstärkt Beschwerden von Patienten erhalten habe. Die Patientenbeauftragte betonte zudem, sie habe die jeweiligen KVen in einem Schreiben aufgefordert, ihr Konzept „sofort zu überarbeiten, sodass die Patienten tatsächlich einen Nutzen davon haben“. „Der Wille des Gesetzgebers auf eine zeitnahe Psychotherapeuten- oder Facharztterminvermittlung muss umgehend überall umgesetzt werden“, sagte sie. Von den betroffenen KVen hieß es auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblattes zumeist, man werde den Service überprüfen. Den Vorwurf, die Terminservicestellen würden nicht gesetzeskonform arbeiten, wiesen sie aber vehement zurück. Allen Anfragenden würden innerhalb der Frist Termine vermittelt. may/kna

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