ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2018Krankenhaus: Hausarztdichte hat Einfluss auf Patientenzufriedenheit

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Krankenhaus: Hausarztdichte hat Einfluss auf Patientenzufriedenheit

Dtsch Arztebl 2018; 115(5): A-178

Maybaum, Thorsten

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Krankenhäuser wurden besser von Patienten bewertet, wenn es vor Ort ein dichtes ambulantes Netz von Ärzten gab. Foto: mauritius images
Krankenhäuser wurden besser von Patienten bewertet, wenn es vor Ort ein dichtes ambulantes Netz von Ärzten gab. Foto: mauritius images

Die Hausarztdichte in einer Region hat Auswirkungen auf die Zufriedenheit von Patienten nach einem Kranken­haus­auf­enthalt. Das geht aus einer Untersuchung der Bertelsmann Stiftung und der Weissen Liste zur Krankenhausqualität aus Patientensicht hervor. Demnach sind Patienten einer internistischen Fachabteilung eines Krankenhauses um fünf Prozentpunkte zufriedener, wenn es in ihrer Region eine hohe Hausarztdichte mit 75 oder mehr Ärzten je 100 000 Einwohner gibt als in Regionen mit weniger als 50 Hausärzten pro 100 000 Einwohner. Der gleiche Effekt – eine höhere Bewertung der Krankenhäuser bei besser ausgebauten ambulanten Strukturen – ist laut den Autoren der Untersuchung auch für chirurgische Fachabteilungen nachweisbar.

„Eine bedarfsgerechte, patientenorientierte Krankenhausplanung sollte also immer auch die ambulanten Strukturen berücksichtigen. Diese können komplementär oder in manchen Versorgungsbereichen auch substituierend sein, also stationäre Aufenthalte ersetzen“, schlussfolgert die Bertelsmann Stiftung. Die Autoren der Untersuchung regen an, öffentliche Fördermittel zukünftig verstärkt in sektorübergreifende Strukturen zu investieren, die eine hochwertige Versorgung erwarten lassen. may

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