ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2018Seelische Gesundheit am Arbeitsplatz Krankenhaus

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Seelische Gesundheit am Arbeitsplatz Krankenhaus

Dtsch Arztebl 2018; 115(5): [4]

SG

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Der Forschungsverbund „Seelische Gesundheit am Arbeitsplatz Krankenhaus“ will herausfinden, wie man die seelische Gesundheit der Beschäftigen präventiv stärken kann. Ziel ist es, mittelfristig die Qualität der Arbeit in Krankenhäusern zu verbessern, Personalmangel zu bekämpfen und die Behandlungsqualität zu steigern.

Foto: WavebreakmediaMicro/stock.adobe.com

Unter der Leitung von Professor Dr. Harald Gündel, Ärztlicher Direktor der Ulmer Uniklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, wollen die Wissenschaftler verhaltens- und verhältnispräventive Maßnahmen entwickeln, die ganz speziell auf das Arbeitsumfeld Krankenhaus zugeschnitten sind. Die Beschäftigten dort, heißt es unisono, seien vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Gerade die Kliniken hätten in den letzten Dekaden einen enormen Wandel der Arbeitsbedingungen vollzogen, zum Beispiel durch Kostendämpfungsmaßnahmen. In den meisten Häusern fehle jedoch ein systematisiertes betriebliches Gesundheitsmanagement.

In einer ersten Projektphase will der Verbund verschiedene Interventionen entwickeln, um diese anschließend kombiniert in drei Kliniken einzusetzen und zu evaluieren. Zwei Ulmer Partner setzen sich zum Beispiel mit einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie an einem kommunalen Klinikverbund auseinander: Forscher in Düsseldorf wollen die oberen Führungskräfte, wie Chefärzte und Pflegebereichsleitungen, für das betriebliche Gesundheitsmanagement sensibilisieren und die betriebswirtschaftliche Analyse von Kennzahlen, wie Arbeitgeberattraktivität oder Produktivität. Tübinger Wissenschaftler befassen sich mit der Stärkung von Führungskompetenzen. In Heidelberg geht es um die Entwicklung eines Dilemmakompetenztrainings für Führungskräfte, um Wege aus krank machenden Zwickmühlen zu finden.

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An dem Verbund sind die Universitätskliniken Ulm, Heidelberg, Düsseldorf, Tübingen und die Universität Düsseldorf beteiligt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben mit 2,6 Millionen Euro. sg

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