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Michel Aupetit: Erzbischof, Bioethiker und Arzt

Dtsch Arztebl 2018; 115(5): A-211 / B-183 / C-183

Beerheide, Rebecca

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Michel Aupetit, Foto: Muller/Église Catholique en France
Michel Aupetit, Foto: Muller/Église Catholique en France

Das höchste katholische Kirchenamt in der französischen Hauptstadt Paris bekleidet seit Beginn des Jahres ein Arzt: Michel Aupetit, 1951 in Versailles geboren, studierte zunächst Medizin in Paris und arbeitete von 1979 bis 1990 im Vorort Colombes als Arzt. Aufgewachsen sei er ohne viel Kontakt zur Kirche, heißt es in seinem Umfeld. Erst im Alter von 39 Jahren trat er ins Priesterseminar ein und studierte Theologie; 1995 wurde er zum Priester geweiht. Danach arbeitete er als Vikar in verschiedenen Pariser Gemeinden, bevor er 2006 zum Generalvikar des Erzbistums ernannt wurde. Nachdem Aupetit 2013 Weihbischof wurde, machte ihn Papst Franziskus 2014 zum Bischof von Nanterre im Pariser Westen. In der Bischofskonferenz engagiert sich Aupetit im Ausschuss für Familie und Gesellschaft, dessen Vorsitz er im März übernahm.

Bewundert werde der Erzbischof für seinen Kontakt zu den Menschen, heißt es. Egal ob Gemeindemitglieder, Priester oder Angehörige anderer Religionen – Aupetit finde immer einen Zugang zu ihnen, berichten französische Medien. Seine Leidenschaft für die Medizin verlor der Geistliche nicht. Von 1997 bis 2006 vertiefte er sein Wissen über Bioethik an der Universitätsklinik in Creteil. „Damals, war ich Arzt, um für das Leben zu kämpfen. Heute stehe ich im Dienst des ewigen Lebens“, sagt Aupetit. Die Beschäftigung mit bioethischen Fragen dürfte ihm 2018 zugutekommen, da plant Staatspräsident Emmanuel Macron eine Reform des Bioethikgesetzes. Rebecca Beerheide

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