ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2018Geburtshilfe: Jede dritte Klinik musste Schwangere abweisen

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Geburtshilfe: Jede dritte Klinik musste Schwangere abweisen

Dtsch Arztebl 2018; 115(5): A-180 / B-156 / C-156

Hillienhof, Arne

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Hebammenmangel und Überlastung sind Gründe dafür, dass Schwangere abgewiesen wurden. Foto: picture alliance
Hebammenmangel und Überlastung sind Gründe dafür, dass Schwangere abgewiesen wurden. Foto: picture alliance

Zwischen Juni und November 2017 mussten mehr als 35 Prozent der Kliniken in Deutschland Schwangere unter der Geburt mindestens einmal abweisen. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) hervor. Als Gründe für die Abweisung von Schwangeren gaben 65,8 Prozent der Befragten an, es habe primär an einem Mangel an Hebammenbetreuung gelegen. Ebenfalls angegeben wurden eine Überlastung der neonatologischen Stationen (64,4 Prozent), fehlenden Raumkapazitäten (56,1 Prozent) und ein Arztmangel in der Geburtshilfe (13,7 Prozent). Mehrfachnennungen waren bei der Umfrage möglich. „Diese Zahlen bestätigen, dass aktuell ein ernst zu nehmendes Problem vorliegt“, erklärte die DGGG. Die Fachgesellschaft warnte daher vor einem sich zuspitzenden Versorgungsengpass in der Geburtsmedizin. Die Geburtshilfe in Deutschland ist im Umbruch: Zwischen 2004 und 2015 ist die Zahl der Geburtskliniken von etwa 950 auf etwa 750 zurückgegangen, berichtete Michael Abou-Dakn von der DGGG unter Berufung auf Zahlen des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen. hil

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