ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2018Frühe Nutzenbewertung: Häufigster Zusatznutzen bei Krebstherapien

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Frühe Nutzenbewertung: Häufigster Zusatznutzen bei Krebstherapien

Dtsch Arztebl 2018; 115(5): A-178

Hillienhof, Arne

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Krebstherapien wiesen bei der frühen Nutzenbewertung, die 2011 mit dem Arznei­mittel­markt­neuordnungs­gesetz eingeführt wurde, die höchste Erfolgsrate auf. Foto: RFBSIP/stock.adobe.com
Krebstherapien wiesen bei der frühen Nutzenbewertung, die 2011 mit dem Arznei­mittel­markt­neuordnungs­gesetz eingeführt wurde, die höchste Erfolgsrate auf. Foto: RFBSIP/stock.adobe.com

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat eine Bilanz seiner bisherigen Arbeit vorgelegt. Demnach wurden zum Jahreswechsel 2017/18 die Ergebnisse der 216. bis 220. frühen Nutzenbewertung veröffentlicht. Die Auswertung aller bis Ende 2017 abgeschlossenen Dossierbewertungen ergab demnach, dass die Onkologie bei den Bewertungen weit vorn liegt, während andere Erkrankungen kaum einmal in einem Dossier auftauchen. Die neuen Wirkstoffe gegen Krebs weisen laut IQWiG auch die höchste Erfolgsquote auf: Nur für etwa 40 Prozent ist ein Zusatznutzen nicht belegt oder der Nutzen sogar geringer als bei der Vergleichstherapie. Noch besser fiel laut Institut die Bilanz bei neuen Arzneimitteln gegen Hepatitis C aus. Umgekehrt zeigten die Daten nur bei 20 Prozent der Antidiabetika und sogar nur bei gut zehn Prozent der Wirkstoffe aus der Psychiatrie und Neurologie einen Zusatznutzen, so die Wissenschaftler. In der Onkologie habe man in den vergangenen Jahren einige neue Therapieansätze gesehen, etwa die Immuntherapien, sagte Thomas Kaiser, Leiter des IQWiG-Ressorts Arzneimittelbewertung. Vor allem für einige fortgeschrittene Krebserkrankungen mit bisher schlechter Prognose habe man klinisch bedeutsame Überlebensvorteile feststellen können. Bei anderen Erkrankungen mit ähnlichem Handlungsdruck gebe es keine vergleichbaren Fortschritte. hil

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