ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2018Code of Conduct Digital Health: Orientierungsrahmen für die digitale Transformation

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Code of Conduct Digital Health: Orientierungsrahmen für die digitale Transformation

Dtsch Arztebl 2018; 115(5): A-207

Krüger-Brand, Heike E.

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Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat ein – nicht nur für den Bereich der Diabetologie lesenswertes – Rahmenpapier „Code of Conduct Digital Health“ zur digitalen Transformation vorgestellt. Darin erläutert sie ihre diesbezüglichen Vorstellungen, Erwartungen und Forderungen.

Die Digitalisierung beeinflusse die Medizin – inhaltlich und strukturell, etwa in Forschung, Diagnostik, Monitoring, Therapie, Versorgung sowie Beratung, Aufklärung, Screening und Prävention, heißt es darin. Auch das unmittelbare Verhältnis zwischen Arzt und Patient sei davon betroffen. „Diabetes ist eine Datenmanagement-Erkrankung, Diagnostik und Therapie haben immer mit der Erhebung, Analyse und Interpretation von Daten zu tun“, sagte DDG-Präsident Prof. Dr. med. Dirk Müller-Wieland. Neben dem großen Potenzial, das die Fachgesellschaft dadurch für die Diabetologie sieht, sind jedoch auch negative Entwicklungen bei den Rahmenbedingungen, wie bei Datenschutz und Datensicherheit, möglich. Daher sieht es die DDG als ihre Aufgabe an, „den digitalen Transformationsprozess aktiv mitzugestalten und konkrete medizinische Standards und einen ethisch-basierten Handlungsrahmen zu entwickeln und durchzusetzen“.

Mit dem „Code of Conduct Digital Health“ will die DDG für den Prozess der digitalen Transformation des Gesundheitswesens einen Orientierungs- und Handlungsrahmen bereitstellen. Zentrale Handlungsfelder sind aus Sicht der Fachgesellschaft dabei Datenschutz und Informationssicherheit, das Thema Datenspende, die Forschung und die klinische Versorgung. So fordert die DDG beispielsweise eine Offenlegung „der hinter der Programmierung stehenden Algorithmen beziehungsweise der den Softwareprogrammen zugrunde liegenden Entscheidungslogik“.

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Das Rahmenpapier richtet sich an Politik, Gesetzgeber und weitere Akteure im Gesundheitswesen, die an den digitalen Transformationsprozessen teilnehmen, sowie an Patienten. „Der Code of Conduct Digital Health ist ein ‚lebendes‘ System“, so Müller-Wieland. Er werde ständig an neue Entwicklungen und Einschätzungen von Gefährdungen und Möglichkeiten angepasst. KBr

http://daebl.de/BE38

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