ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2018Ärztemangel: Tausende Hausarztpraxen sind verwaist

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Ärztemangel: Tausende Hausarztpraxen sind verwaist

Dtsch Arztebl 2018; 115(5): A-176

KNA

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Nachfolger für Landarztpraxen zu finden, ist nicht einfach. Foto: dpa
Nachfolger für Landarztpraxen zu finden, ist nicht einfach. Foto: dpa

Bundesweit sind zurzeit 2 613 Hausarztpraxen verwaist. Insbesondere in ländlichen Gebieten werde es nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) zunehmend schwieriger, für frei werdende Arztpraxen Nachfolger zu finden, zeigt eine Umfrage der Rheinischen Post und des General-Anzeigers unter den KVen. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) regte angesichts der Zahlen eine bessere Bezahlung von Landärzten an. Zudem gehe es darum, den „Masterplan Medizinstudium 2020“ zügig umzusetzen und die Allgemeinmedizin zu stärken. Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Prof. Dr. med. Frank-Ulrich Montgomery, forderte strukturelle Anreize. „Wenn man Ärzte aufs Land bekommen will, sollte man nicht nur dafür sorgen, dass sie günstige Praxisräume und Arbeitsplätze für ihre Partner finden. Man muss dafür sorgen, dass ihre Kinder eine gute Schulbildung vorfinden.“ Bund, Länder, Kommunen und KVen versuchen bereits mit Förderprogrammen gegen einen Ärztemangel anzugehen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung schätzt, dass die Zahl der Hausärzte bis 2030 um rund 10 500 zurückgehen könnte. kna

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