ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2018Wissenschaftsrat: Psychologie für Psychotherapieausbildung öffnen

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Wissenschaftsrat: Psychologie für Psychotherapieausbildung öffnen

Bühring, Petra

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Der Wissenschaftsrat empfiehlt, Studiengänge der Psychologie künftig für die Psychotherapieausbildung zu öffnen. Das Fach müsse sich gesellschaftlichen Anliegen mehr öffnen, erklärte der Rat Ende Januar. „Mit unseren Empfehlungen wollen wir auch dazu beitragen, dass die psychotherapeutische Versorgung verbessert werden kann“, erklärte dessen Vorsitzende Prof. Dr. oec. troph. Martina Brockmeier. Die aktuellen Bestrebungen, die Psychotherapieausbildung künftig als zur Approbation führendes Studium mit anschließender fachkundlicher Weiterbildung zu gestalten, schätzt der Rat als „positiv“ ein. Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung.

Von der engeren Verzahnung von Lehre und Praxis mit der Forschung erwartet der Wissenschaftsrat eine „stärkere wissenschaftliche Fundierung der Psychotherapie und damit letztlich einen Qualitätssprung“, heißt es in dem Empfehlungsband „Perspektiven der Psychologie in Deutschland“. Der Rat schlägt als Standardmodell für die Psychotherapieausbildung vor, diese während des Bachelorstudiums in ein allgemeines Psychologiestudium zu integrieren und in einem Masterstudium „Klinische Psychologie und Psychotherapie“ fortzuführen. Das Studium sollte „altersgruppenbreit und verfahrensübergreifend“ angelegt sein. Neben dem Standardmodell sollte es aber möglich sein, auch alternative Studienmodelle, beispielsweise in Kooperation mit der Medizin, zu erproben und zu evaluieren, empfiehlt der Rat. PB

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