ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2018Arzneimittel: Ausgabenanstieg moderater als erwartet

AKTUELL

Arzneimittel: Ausgabenanstieg moderater als erwartet

Dtsch Arztebl 2018; 115(6): A-221 / B-193 / C-193

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
35,2 Milliarden Euro gaben die Krankenkassen 2017 für Arzneimittel aus, ein Anstieg von 3,1 Prozent. Foto: picture alliance
35,2 Milliarden Euro gaben die Krankenkassen 2017 für Arzneimittel aus, ein Anstieg von 3,1 Prozent. Foto: picture alliance

Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung sind in den vergangenen Jahren von Jahr zu Jahr langsamer gestiegen: Während die Steigerungsrate 2014 bei 8,9 Prozent lag, ging sie 2015 auf fünf Prozent und 2016 auf 3,8 Prozent zurück. Im vergangenen Jahr wuchsen die Ausgaben um 3,1 Prozent auf 35,2 Milliarden Euro. Das ist weniger als der in der Rahmenvorgabe von Ärzten und Krankenkassen erwartete Anstieg um 3,2 Prozent. Das ergaben erste Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) auf Basis der Abrechnungsergebnisse von Apothekenrechenzentren. Dieser moderate Anstieg sei gelungen, obwohl sich im vergangenen Jahr die Zahl der gesetzlich Versicherten um rund 800 000 auf fast 73 Millionen erhöht habe, so der DAV.

Ersten Analysen des Verbandes zufolge sind vor allem Magensäureblocker wie Omeprazol und Pantoprazol seltener verschrieben worden. Der DAV wies darauf hin, dass in der Statistik die Einsparungen der Krankenkassen durch Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern noch nicht berücksichtigt sind. „Diese betrugen allein in den ersten neun Monaten 2017 schon 2,9 Milliarden Euro und damit vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum“, sagte der DAV-Vorsitzende Fritz Becker. Für 2018 haben Ärzte und Krankenkassen eine Steigerung von 3,2 Prozent für die Arzneimittelausgaben eingeplant. hil

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema