ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2018Psychotherapeutische Versorgung: Zügige Reform der Bedarfsplanung gefordert

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Psychotherapeutische Versorgung: Zügige Reform der Bedarfsplanung gefordert

PP 17, Ausgabe Februar 2018, Seite 53

EB; Bühring, Petra

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Der G-BA ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen. Foto: G-BA
Der G-BA ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen. Foto: G-BA

Die Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) fordert die künftige Bundesregierung auf, die Versorgung psychisch kranker Menschen auf dem Land zu verbessern. Damit sie dort die gleichen Chancen auf eine Behandlung haben wie in der Stadt, seien bis zu 4 000 neue Niederlassungen notwendig.

Nach Vorstellung der Kammer sollte die neue Bundesregierung deshalb den Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) mit einer Reform der psychotherapeutischen Bedarfsplanung beauftragen und noch im aktuellen Jahr die Verhältniszahlen für die Arztgruppe der Psychotherapeuten auf dem Land und in der Stadt einheitlicher gestalten. Während sich in Städten 36,1 Psychotherapeuten je 100 000 Einwohner niederlassen dürfen, sind es in ländlichen Regionen im ungünstigsten Fall nur 12,8 Psychotherapeuten je 100 000 Einwohner. „Psychische Erkrankungen gibt es auf dem Land jedoch nur unwesentlich seltener als in der Stadt“, erläutert BPtK-Präsident Dr. rer. nat. Dietrich Munz. Epidemiologische Daten zeigten, dass in Großstädten 30 Prozent der Menschen jedes Jahr psychisch krank werden, auf dem Land seien es 27 Prozent.

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Der Gesetzgeber müsse diesmal dafür sorgen, dass der Gemeinsame Bundes­aus­schuss sich an Aufträge und Fristen hält, fordert die BPtK weiter. „Denn der gesetzliche Auftrag, bis Ende 2016 insbesondere die ambulante psychotherapeutische Versorgung zu verbessern, wurde bis heute nicht umgesetzt“, so Kammerpräsident Munz. EB, PB

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