ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2018Krankenstand: Fehlzeiten haben wieder leicht zugenommen

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Krankenstand: Fehlzeiten haben wieder leicht zugenommen

Dtsch Arztebl 2018; 115(7): A-270

dpa

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Atemwegserkrankungen machten den Deutschen zu schaffen. Foto: dpa
Atemwegserkrankungen machten den Deutschen zu schaffen. Foto: dpa

Deutschlands Arbeitnehmer haben sich im vergangenen Jahr wieder häufiger krankgemeldet. Der Krankenstand stieg von 3,9 Prozent 2016 auf 4,1 Prozent. Das zeigt eine Auswertung der DAK-Gesundheit. Die Anzahl der Fehltage aufgrund von Erkältungen stieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ausfälle durch psychische Erkrankungen stiegen nur leicht um knapp 1,5 Prozent. Der Krankenstand ergibt sich für Krankenkassen aus der Anzahl der gemeldeten Arbeitsunfähigkeitstage je 100 Versicherten in den vergangenen 365 Tagen.

Mehr als die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage (53,9 Prozent) ging demnach auf das Konto von drei Diagnosegruppen: Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen (21,8 Prozent), psychische Erkrankungen (16,7 Prozent) und Atemwegserkrankungen (15,4 Prozent). Der DAK-Statistik zufolge verursachten 2017 Atemwegserkrankungen – bezogen auf 100 erwerbstätige Versicherte – rund 230 Fehltage, 18 Tage mehr als 2016. Fast jeder zweite Berufstätige bundesweit war 2017 mindestens einmal krankgeschrieben (48,6 Prozent) – Frauen häufiger als Männer.

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Die Branchen mit dem höchsten Krankenstand waren 2017 Verkehr, Lagerei und Kurierdienste mit 4,8 Prozent sowie das Gesundheitswesen mit 4,7 Prozent. Den niedrigsten Krankenstand hatte der Bereich Datenverarbeitung und Informationsdienste mit 2,8 Prozent. dpa

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