ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2018Pulmonalarterieller Druck: Implantierter Sensor hat Potenzial für Monitoring

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Pulmonalarterieller Druck: Implantierter Sensor hat Potenzial für Monitoring

Hillienhof, Arne

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Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat der Messung und dem Monitoring des pulmonalarteriellen Drucks mittels eines implantierten Sensors zur Therapieoptimierung bei Herzinsuffizienz (PA-Druck-Monitoring) ein Potenzial bescheinigt. Das teilte das IQWiG jetzt dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) mit.

Das PA-Druck-Monitoring soll dazu beitragen, hämodynamische Veränderungen im kleinen Blutkreislauf von Herzinsuffizienzpatienten früh zu erkennen, um auf dieser Basis die medikamentöse Therapie optimal einzustellen und eine kardiale Dekompensation und Krankenhausaufenthalte möglichst zu vermeiden.

Allerdings ist die Studienlage nicht gut genug, um den Nutzen des Verfahrens tatsächlich zu beurteilen. Der G-BA hatte daher beim IQWiG nicht nach einer Nutzen-, sondern einer Potenzialbewertung nachgefragt. Sollte diese positiv ausfallen – wie jetzt geschehen – kann der G-BA eine eigene Studie auflegen, um den Nutzen des Verfahrens zu beurteilen.

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„Die Ergebnisse deuten auf positive Effekte der Intervention bezüglich der Endpunkte herzinsuffizienzbedingte Hospitalisierungen und gesundheitsbezogene Lebensqualität hin, während die Ergebnisse zum Endpunkt geräte- oder systembedingte Komplikationen keinen größeren Schaden durch die Methode andeuten. Unterschiede hinsichtlich der Mortalität sind nicht erkennbar“, schreibt das IQWiG in seiner Potenzialbewertung. Die Erkenntnisse zu den Endpunkten herzinsuffizienzbedingte Hospitalisierungen und gesundheitsbezogene Lebensqualität rechtfertigten weitere Untersuchungen. „Eine Erprobungsstudie, die geeignet ist, die notwendigen Erkenntnisse für die Bewertung des Nutzens der Methode zu gewinnen, ist grundsätzlich möglich“, lautet das Fazit des IQWiG. hil

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