ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2018Randnotiz: Fashion im Krankenhaus

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Randnotiz: Fashion im Krankenhaus

Dtsch Arztebl 2018; 115(7): A-267 / B-231 / C-231

Schmedt, Michael

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„Patientenhemd, mit ansprechendem Druck, langer Arm, im Rücken mit zwei Bänderpaaren zu schließen.“ So oder so ähnlich lesen sich die Beschreibungen von Patientenhemden im Internet. Freiwillig wird sich wohl niemand ein solches bestellen, auch wenn sich die Investition von sieben bis 14 Euro (mit Schleifen) in Grenzen hält. Wer kann sich nicht daran erinnern, bei einem Kranken­haus­auf­enthalt mit dem mehr als dürftigen Kleidungsstück über die Gänge des Krankenhauses zu einer weiteren Diagnostik laufen zu müssen – immer die hinteren Bänderpaare zusammenhaltend. Das haben sich jetzt auch Modedesigner der Parsons School of Design gedacht. Schon früher hatten sie anpassungsfähige Kleidung für Menschen mit Behinderungen entwickelt. Jetzt standen die Bedürfnisse von Krankenhauspatienten im Mittelpunkt: Der Patient sei im Krankenhaus ohnehin schon in einer verunsicherten Rolle, dies müsse doch nicht noch mit dem ungeliebten Patientenhemd verstärkt werden. Für die Studentin Irene Lu, die das neue Patientenhemd mitentworfen hat, war es spannend, an einem Design zu arbeiten, das einen starken funktionalen Zweck hat, ein soziales Thema wie Patientenkomfort und -erfahrung anspricht und vor allem in der realen Welt anwendbar wird. So entstand ein Kimono-inspiriertes Krankenhauskleid, das sich vorne öffnet, eine Abschirmfalte im Rücken hat und fünf Arten von Kleidern durch eins ersetzt, während es gleichzeitig Ärzten und Krankenschwestern einen einfachen Zugang ermöglicht. Dem Patienten damit auch mehr Würde zu geben, ist der eigentlich Clou des neuen Hemdes. Mehr im Internet: http://daebl.de/GD98.

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