ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2018Food and Drug Administration: Votum gegen Werbevorteil für Tabakerhitzer

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Food and Drug Administration: Votum gegen Werbevorteil für Tabakerhitzer

Dtsch Arztebl 2018; 115(7): A-270

Gießelmann, Kathrin

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Ein FDA-Beratergremium stellt sich gegen die Werbestrategie von Philip Morris International zu IQOS. Foto: oskanov/123rf.com
Ein FDA-Beratergremium stellt sich gegen die Werbestrategie von Philip Morris International zu IQOS. Foto: oskanov/123rf.com

Die Food and Drug Administration (FDA) sollte das Label „Tabakprodukt mit modifiziertem Risiko“ nicht anerkennen. Zu diesem Votum ist in den USA das FDA-Beratergremium Tobacco Products Scientific Advisory Committee gekommen. Damit hat es sich gegen den Antrag von Philip Morris International ausgesprochen, deren Tabak-erhitzer IQOS als „Tabakprodukt mit modifiziertem Risiko“ anzuerkennen. Die finale Entscheidung darüber trifft die FDA erst in wenigen Monaten. Eine Befürwortung des Antrags entgegen dem Votum des Beratergremiums würde für Philip Morris International einen entscheidenden Marktvorteil bedeuten. Ginge es nach dem FDA Tobacco Products Scientific Advisory Committee, so soll Philip Morris International nicht damit werben dürfen, dass das Heat-not-burn-Produkt IQOS weniger gefährlich als Zigaretten ist. Die neun Experten sehen ihre Entscheidung darin begründet, dass nicht schlüssig nachgewiesen werden konnte, dass die reduzierte Emission von Schadstoffen sich entsprechend auf die Gesundheit auswirkt.

Philip Morris zufolge sind Tabakerhitzer weniger gesundheitsschädlich als Zigaretten. Unabhängige Studien und Stellungnahmen von Insidern wecken Zweifel. Das Beratergremium votierte gegen den Claim „modified risk tobacco product“ (MRTP) mit acht zu null und einer Enthaltung. Der Annahme, dass IQOS mit einem geringeren Risiko verknüpft sei, als Zigaretten zu rauchen, stimmten vier der neun Experten zu. Hingegen befürworteten acht von neun Experten des Gremiums, dass der Körper durch IQOS weniger Schadstoffen ausgesetzt sei. Von diesen acht waren jedoch nur fünf der Meinung, dass diese Reduktion sich deutlich auf die Morbidität und Mortalität auswirken könnte. Insgesamt gingen sechs von neun Abstimmungen zu ungunsten von Philip Morris International aus. Corey Henry, ein Sprecher von Philip Morris International, sagte der New York Times, dass sie weiterhin an dem Antrag arbeiten würden. gie

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