ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2018Chronische Herzinsuffizienz

MEDIZIN: Klinische Leitlinie

Chronische Herzinsuffizienz

Clinical practice guideline: Chronic heart failure

Dtsch Arztebl Int 2018; 115(8): 124-30; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0124

Edelmann, Frank; Knosalla, Christoph; Mörike, Klaus; Muth, Christiane; Prien, Peggy; Störk, Stefan

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Hintergrund: Chronische Herzinsuffizienz ist der häufigste Grund für Klinikeinweisungen in Deutschland. Empfehlungen zur medikamentösen und invasiven Therapie sowie zur Versorgungskoordination aus der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Chronische Herzinsuffizienz werden vorgestellt.

Methode: Die Empfehlungen der NVL basieren auf Adaptationen internationaler Leitlinien sowie systematischen Recherchen. Sie wurden durch ein multidisziplinäres Expertengremium gemäß den Anforderungen für S3-Leitlinien entwickelt, formal konsentiert und in öffentlicher Konsultation geprüft.

Ergebnisse: Grundlage der medikamentösen Behandlung ist die kombinierte Stufentherapie mit ACE(„angiotensin converting enzyme“)-Hemmern, Betablockern und Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten, bei Flüssigkeitsretention ergänzt durch Diuretika. Die Medikamente Sacubitril/Valsartan und Ivabradin haben in großen randomisierten Studien (RCT) mit methodischen Limitationen die Mortalität gesenkt. Sie werden empfohlen, wenn sich die Symptomatik unter optimaler Kombinationstherapie nicht bessert oder Unverträglichkeiten/Kontraindikationen bestehen. Die Indikation für Schrittmacher und Defibrillatoren wurde weiter eingeschränkt auf Patienten mit bestimmten klinischen Charakteristika, für die in klinischen Studien ein klarer Nutzen belegt ist. Zudem sollen die Therapieziele mit den Erwartungen des Patienten abgeglichen werden. Eine strukturierte Behandlung mit koordinierter multidisziplinärer Versorgung und kontinuierlichen Schulungen, die Einbindung spezialisierter Pflegekräfte, telefonische Betreuung und Tele-Monitoring haben in RCT moderate Effekte auf patientenrelevante Endpunkte gezeigt.

Schlussfolgerung: Alle Patienten mit Herzinsuffizienz sollten in strukturierte Programme (zum Beispiel Disease-Management-Programme) eingebunden werden. Patienten mit schlechter Prognose sollen intensiver versorgt werden, zum Beispiel durch spezialisierte Pflegekräfte oder telefonische Betreuung.

Herzinsuffizienz, kodiert nach ICD I50, war mit 444 632 Fällen im Jahr 2015 in Deutschland die häufigste Einzeldiagnose für Klinikeinweisungen und gehört zu den häufigsten Todesursachen (1) (ICD, International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems). Die Erkrankungshäufigkeit nimmt aufgrund der demografischen Entwicklung, aber auch wegen verbesserter Überlebenschancen nach Myokardinfarkt und anderen kardialen Erkrankungen weiter zu. Im August 2017 haben die Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) eine überarbeitete Neuauflage der Nationalen VersorgungsLeitlinie (NVL) Chronische Herzinsuffizienz veröffentlicht (2).

Methodik

NVL werden unter Berücksichtigung internationaler und nationaler Konzepte und Beurteilungskriterien für Leitlinien (35) erstellt. Die grundlegende methodische Vorgehensweise ist im allgemeinen Methodenreport (6), die spezifische im Leitlinienreport zur NVL beschrieben (7). Die 1. Auflage der NVL Chronische Herzinsuffizienz wurde 2009 veröffentlicht (8). Die Erstellung der 2. Auflage erfolgte zwischen Oktober 2015 und August 2017. Dafür priorisierte die multidisziplinär aus Vertretern von Patienten, Ärzten, Pflegenden und Apothekern zusammengesetzte Leitliniengruppe (eKasten) zunächst die Überarbeitung der Kapitel „Medikamentöse Therapie“, „Invasive Therapie“ sowie „Versorgungskoordination“.

Herausgeber und Autoren der Nationalen VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz
Herausgeber und Autoren der Nationalen VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz
eKasten
Herausgeber und Autoren der Nationalen VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz

Interessenkonflikte

Interessenkonflikte wurden zu Beginn des Leitlinienprozesses durch alle Beteiligten schriftlich offengelegt, innerhalb der Leitliniengruppe diskutiert und bewertet sowie im Leitlinienreport (7) veröffentlicht. Ausschlüsse wurden als nicht erforderlich angesehen. Die Leitliniengruppe beschloss, dass sich Stimmberechtigte grundsätzlich enthalten sollen, wenn Interessenkonflikte der Kategorie „bezahlte Gutachter-, Berater- und Vortragstätigkeit“ bezüglich eines Themas vorliegen. Insgesamt kam es bei 8 der 55 neuen Empfehlungen zu 14 Enthaltungen aufgrund von Interessenkonflikten (7).

Evidenzgrundlage

Für die Aktualisierung wurde auf eine vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erstellte Leitliniensynopse zurückgegriffen (9) und die Leitlinie der European Society of Cardiology (ESC) von 2016 (10) als Quellleitlinie verwendet. Darüber hinaus wurden durch das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) 14 ergänzende systematische Recherchen durchgeführt, unter anderem zu folgenden Themen: strukturierte Versorgungskonzepte, Sacubitril/Valsartan, Ivabradin, implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) und kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) bei bestimmten Patientengruppen. Insgesamt 1 965 Treffer wurden in einem zweistufigen Verfahren gesichtet und davon 192 Volltexte in Evidenztabellen aufbereitet und bezüglich ihrer methodischen Qualität bewertet (Recherchestrategien, Bewertung und Evidenztabellen siehe Leitlinienreport [7]).

Empfehlungsgrade und Konsentierung

Bei der Vergabe der Empfehlungsgrade („soll“, „soll nicht“, „sollte“, „sollte nicht“ oder „kann“) werden die Stärke der zugrunde liegenden Evidenz, ethische Aspekte, die klinische Relevanz der Studienergebnisse und ihre Anwendbarkeit auf die Patientenzielgruppe, Patientenpräferenzen sowie die Umsetzbarkeit im ärztlichen Alltag und innerhalb der deutschen Versorgungsstrukturen berücksichtigt. Vor dem Hintergrund der partizipativen Entscheidungsfindung betonen die Empfehlungen das gemeinsame Gespräch. Sie wurden im Rahmen einer Konsensuskonferenz (nominaler Gruppenprozess) konsentiert. Die während einer einmonatigen öffentlichen Konsultation eingegangenen Kommentare wurden von der Leitliniengruppe geprüft und mögliche Konsequenzen diskutiert (7).

Ergebnisse

Neben kausalen Maßnahmen, die sich gegen die Ursachen einer Herzinsuffizienz richten, der Behandlung prognostisch ungünstiger Faktoren sowie nichtmedikamentösen Interventionen basiert die Therapie der chronischen Herzinsuffizienz auf einer symptomorientierten medikamentösen und gegebenenfalls invasiven Therapie.

Medikamentöse Therapie

Patienten mit Herzinsuffizienz sind häufig älter und multimorbide (11). Daher sind den geriatrischen Aspekten der medikamentösen Therapie und der Problematik der Multimedikation einige grundsätzliche Empfehlungen gewidmet: Alle Patienten mit Herzinsuffizienz sollen einen Medikationsplan erhalten, der regelmäßig von Ärzten und Apothekern geprüft und aktualisiert wird und auch rezeptfreie Arzneimittel enthält, um polypharmaziebedingte Probleme, wie zum Beispiel Interaktionen, zu vermeiden. Des Weiteren soll die laufende oder geplante (Ko-)Medikation regelmäßig kritisch auf Mittel geprüft werden, die eine Herzinsuffizienz verursachen oder verschlechtern können. Dazu gehört auch, den Gebrauch rezeptfreier Medikamente, wie nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR), zu erfragen. Außerdem soll regelmäßig geprüft werden, ob die Indikation aller Medikamente weiter besteht, insbesondere wenn neue Komorbiditäten auftreten, wie Vorhofflimmern oder Nierenerkrankungen. Eine wichtige Rolle in der Langzeitbetreuung spielen zudem regelmäßige Verlaufskontrollen der Herzinsuffizienz-Medikation, um zum Beispiel lebensgefährliche Hyperkaliämien zu vermeiden (Tabelle 1).

Empfohlene Verlaufskontrollen bei medikamentöser Therapie der chronischen Herzinsuffizienz
Empfohlene Verlaufskontrollen bei medikamentöser Therapie der chronischen Herzinsuffizienz
Tabelle 1
Empfohlene Verlaufskontrollen bei medikamentöser Therapie der chronischen Herzinsuffizienz

Die medikamentöse Therapie der Herzinsuffizienz unterscheidet sich je nach Ausmaß der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF). Obwohl der Anteil der Herzinsuffizienz-Patienten mit erhaltener Ejektionsfraktion (LVEF ≥ 50 %) bei etwa 50 % liegt, existiert weiterhin keine evidenzbasierte medikamentöse Therapie für diese Gruppe. Wir empfehlen bei diesen Patienten die Behandlung prognostisch relevanter Komorbiditäten, vor allem der arteriellen Hypertonie, sowie eine symptomatische Therapie mit Diuretika. Bei geringgradig eingeschränkter Ejektionsfraktion (LVEF 40–49 %) ist nach unserer Einschätzung eher die Therapie wie bei reduzierter LVEF indiziert, insbesondere bei symptomatischen Patienten.

Alle Patienten mit reduzierter Ejektionsfraktion (LVEF < 40 %) sollen auf Grundlage der Klassifikation der New York Heart Association (NYHA-Klassifikation) eine stadiengerechte Stufentherapie erhalten. Diese Basistherapie umfasst ACE-Hemmer beziehungsweise Angiotensin-Rezeptorblocker („Sartane“) sowie Betablocker und wird ab NYHA II mit Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten (MRA: Spironolacton, Eplerenon) sowie bei Flüssigkeitsretention mit Diuretika ergänzt (Tabelle 2). Verbessert sich unter dieser Basistherapie die Symptomatik nicht ausreichend oder bestehen Unverträglichkeiten beziehungsweise Kontraindikationen, können weitere Medikamente eingesetzt werden.

Medikamentöse Stufentherapie bei chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion
Medikamentöse Stufentherapie bei chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion
Tabelle 2
Medikamentöse Stufentherapie bei chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion

Patienten mit einer Ruheherzfrequenz ≥ 75/min trotz maximal tolerierter oder Betablocker-Zieldosis oder Patienten mit Betablocker-Intoleranz oder -Kontraindikationen sollte Ivabradin empfohlen werden. Der If-Kanal-Hemmer konnte in der Zulassungsstudie den zusammengesetzten primären Endpunkt – kardiovaskuläre Mortalität oder herzinsuffizienzbedingte Hospitalisierung – im Vergleich zur Standardtherapie + Placebo um absolut 5 Prozentpunkte reduzieren (24 % versus 29 %; Hazard Ratio [HR]: 0,82; 95-%-Konfidenzintervall: [0,75; 0,90]; „number needed to treat“ [NNT]: 20) (12). Bei Patienten, die mindestens 50 % der Zieldosis der Betablocker einnahmen, wurde jedoch kein signifikanter Effekt erzielt (12, 13). Ivabradin ist nicht indiziert bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Aufgrund des erhöhten Risikos für das Auftreten von Vorhofflimmern („number needed to harm“ [NNH]: 208 pro Behandlungsjahr) (14) empfehlen wir, den Herzrhythmus unter Therapie mit Ivabradin regelmäßig zu kontrollieren (Tabelle 1) und die Behandlung bei Auftreten von Vorhofflimmern zu beenden.

Bei dem 2015 für die Behandlung der Herzinsuffizienz zugelassenen Sacubitril-Valsartan sprechen wir eine im Vergleich zu internationalen Leitlinien (10, 15) zurückhaltendere Empfehlung aus: Ein Wechsel von ACE-Hemmern auf den Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor sollte Patienten nur dann empfohlen werden, wenn sie unter leitliniengerechter medikamentöser Basistherapie weiterhin symptomatisch bleiben. Unter Sacubitril-Valsartan wurde in der Zulassungsstudie der zusammengesetzte primäre Endpunkt – Tod durch kardiovaskuläre Ursachen oder herzinsuffizienzbedingte Hospitalisierung – nach median 27 Monaten Nachbeobachtungszeit im Vergleich zu Enalapril um absolut 4,7 Prozentpunkte verbessert (21,8 % versus 26,5 %; HR: 0,80 [0,73; 0,87]; NNT: 22) (16). Einschränkend bewerten wir, dass bislang nur Ergebnisse aus einer großen Studie vorliegen, in der Patienten über Ausschlusskriterien und eine Run-in-Phase stark vorselektiert waren. Zudem soll bei der Therapieentscheidung die noch bestehende Unsicherheit bezüglich Langzeitverträglichkeit und Nebenwirkungsprofil von Sacubitril/Valsartan berücksichtigt werden.

Invasive Therapie

Analog zu internationalen Leitlinien (10) empfehlen wir eine kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) für Patienten mit reduzierter Ejektionsfraktion differenziert nach Schenkelblockmorphologie und QRS-Breite (Tabelle 3), da diese Kriterien Prädiktoren für den Therapieerfolg sind. Da die Patienten in den CRT-Studien größtenteils nicht diesbezüglich vorselektiert wurden, beruhen die Empfehlungen im Wesentlichen auf Metaanalysen von post hoc definierten Subgruppen: So errechneten Cleland et al. 2013 ein durch die CRT um relativ 34 % gesenktes Mortalitätsrisiko für Patienten mit Linksschenkelblock (n = 3 036; HR: 0,66 [0,55; 0,78]), während Patienten mit Rechtsschenkelblock nicht signifikant von einer CRT profitierten (n = 346; HR: 0,74 [0,44; 1,23]) (17).

Indikationen für eine kardiale Resynchronisationstherapie bei Patienten mit Sinusrhythmus und linksventrikulärer Ejektionsfraktion = 35 %
Indikationen für eine kardiale Resynchronisationstherapie bei Patienten mit Sinusrhythmus und linksventrikulärer Ejektionsfraktion = 35 %
Tabelle 3
Indikationen für eine kardiale Resynchronisationstherapie bei Patienten mit Sinusrhythmus und linksventrikulärer Ejektionsfraktion = 35 %

Der Nutzen einer CRT bei Patienten mit Vorhofflimmern ist schlechter belegt als bei Patienten mit Sinusrhythmus, da diese Patienten aus den meisten randomisierten kontrollierten Studien (RCT) ausgeschlossen waren und die Ergebnisse retrospektiver Beobachtungsstudien inkonsistent sind. Daher sehen wir eine Indikation nur in Ausnahmefällen und unter der Voraussetzung, dass eine nahezu vollständige biventrikuläre Stimulation sichergestellt ist. Diese wird in der Regel durch Atrioventrikularknoten-Ablation erreicht. Bei Patienten mit bestehendem atrioventrikulärem Block beurteilen wir die Evidenzlage für eine CRT kritischer als die ESC-Leitlinie (10) und sprechen daher keine Empfehlung aus. Ausschlaggebend dafür ist, dass einer Studie mit positivem Effekt (18) eine weitere, bislang nicht veröffentlichte Studie ohne Effekt (19, 20) gegenübersteht.

Implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (ICD) empfehlen wir als Sekundärprävention allen Patienten nach überlebtem Herztod oder bei anhaltenden, hämodynamisch wirksamen Kammertachykardien ohne vermeidbare Ursache und einer vermuteten Lebenserwartung > 1 Jahr (absolute Risikoreduktion [ARR] für Mortalität nach 3 Jahren: zwischen 3,7 % [21] und 11,3 % [22]). Zur Prophylaxe des plötzlichen Herztodes („primärpräventive Indikation“) soll auch Patienten mit NYHA II/III, LVEF ≤ 35 %, vermuteter Lebenserwartung > 1 Jahr und gutem funktionellen Status ein ICD empfohlen werden (zum Beispiel MADIT-II-Studie: ARR für Mortalität: 5,6 % [23]). Allerdings schränken wir hier die Empfehlung auf Patienten mit ischämischer Kardiomyopathie ein. Ausschlaggebend dafür sind die Ergebnisse der DANISH-Studie (24), die die Effektivität von ICD bei Patienten mit nichtischämischer Kardiomyopathie untersuchte und keinen signifikanten Effekt auf die Sterblichkeit zeigen konnte (21,6 % versus 23,4 %; HR: 0,87 [0,68; 1,12], p = 0,28). Wir schließen zwar die Implantation in dieser Situation nicht kategorisch aus, formulieren aufgrund der unklaren Evidenzlage jedoch keine spezifische Empfehlung.

Weil Patienten häufig den Nutzen von ICD falsch einschätzen, sollen sie über die Therapieziele des ICD und über die Notwendigkeit einer erneuten Prüfung der Indikation bei notwendigem Aggregatwechsel aufgeklärt werden. Inadäquate Schocks können in der Sterbephase zur Belastung für Patienten und Angehörige werden; daher soll das Thema „Abschalten von ICD“ frühzeitig und nach der Implantation bei Kontrolluntersuchungen wiederholt angesprochen werden, wobei auch die rechtlichen Aspekte und die besonderen Anforderungen für die Patientenverfügung Gegenstand des Gesprächs sein sollten.

Bezüglich der Wahl des Gerätes empfehlen wir ein zurückhaltendes Vorgehen, da kompliziertere Gerätetypen mit einem höheren Komplikationsrisiko verbunden sind: Die Implantation eines kombinierten CRT-ICD-Systems kann unseres Erachtens nur in Einzelfällen bei Patienten empfohlen werden, die sowohl die Voraussetzungen für eine biventrikuläre Stimulation als auch für die Implantation eines Defibrillators erfüllen, da sich auf der Grundlage der vorliegenden Evidenz der zusätzliche Nutzen eines Kombinationsgeräts (CRT-ICD) im Vergleich zu einer CRT allein nicht beurteilen lässt: Direkte Vergleiche aus RCT liegen nicht vor, und die Ergebnisse retrospektiver Kohorten, indirekter Vergleiche und Metaanalysen sind inkonsistent (2527). Zweikammer-ICD sollten unseres Erachtens nicht eingesetzt werden, wenn keine zusätzliche (zum Beispiel antibradykarde) Indikation vorliegt; auch hier konnte eine Metaanalyse von RCT keinen Nutzen gegenüber Einkammergeräten zeigen (28).

Ventrikuläre Unterstützungssysteme („Kunstherzen“) werden derzeit in Deutschland bei etwa 1 000 Patienten jährlich implantiert, mit steigender Tendenz (14). Wenn trotz leitliniengerechter medikamentöser und CRT/ICD-Therapie keine Symptomkontrolle erreicht wird, sollte rechtzeitig die Überweisung in ein spezialisiertes Zentrum zum Zweck der Indikationsprüfung für die Implantation eines solchen Systems mit dem Patienten besprochen und in Betracht gezogen werden, bevor irreversible Schädigungen von Nieren, Leber oder Lunge aufgetreten sind.

Einige operative beziehungsweise katheterbasierte Verfahren bieten die Möglichkeit einer kausalen Therapie der Herzinsuffizienz: Der Nutzen einer Myokardrevaskularisation durch Bypass gilt seit Veröffentlichung der 10-Jahres-Daten der STICH-Studie auch speziell für Patienten mit Herzinsuffizienz (LVEF ≤ 35 %) als belegt: Die Sterblichkeit von Patienten in der Bypass-Gruppe war nach dieser Zeit im Vergleich zur Kontrollgruppe um absolut 7,2 Prozentpunkte geringer (p = 0,02; NNT = 14) (29). Ventrikelrekonstruktion oder LV-Aneurysmektomie können bei ausgewählten Patienten zum Einsatz kommen, ebenso die chirurgische Behandlung von Klappenvitien.

Versorgungskoordination

Ein Schwerpunkt der NVL liegt auf Versorgungsaspekten innerhalb des deutschen Gesundheitssystems. Dazu sprechen wir Empfehlungen für den Übergang zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie zum Schnittstellenmanagement zwischen primär- und spezialfachärztlichem Bereich aus. Entscheidend ist dabei die Bedeutung einer aktiven Kommunikation zwischen allen betreuenden Ärzten. Sie sollen diagnostische Bewertungen, therapeutische Maßnahmen, die Länge der Kontrollintervalle und andere Informationen gemeinschaftlich abstimmen und einander schriftlich mitteilen. Allen Patienten – auch wenig symptomatischen und asymptomatischen Patienten mit kardialer Dysfunktion – sollten regelmäßige fachkardiologische Verlaufsuntersuchungen angeboten werden. Dabei werden die Untersuchungsintervalle vom behandelnden Kardiologen vorgeschlagen und der Schwere der Erkrankung angepasst. Da Patienten mit Herzinsuffizienz häufig Komorbiditäten aufweisen, haben wir eine Übersicht typischer beziehungsweise prognostisch relevanter Konstellationen zusammengestellt, in denen der Hausarzt oder Kardiologe mit anderen Fachdisziplinen (zum Beispiel Nephrologie, Diabetologie, Pneumologie, Psychiatrie) kooperieren oder die Patienten zur Mitbehandlung überweisen sollte (Tabelle 4).

Konstellationen, bei denen eine Abstimmung mit oder eine Überweisung zum Spezialfacharzt erfolgen sollte
Konstellationen, bei denen eine Abstimmung mit oder eine Überweisung zum Spezialfacharzt erfolgen sollte
Tabelle 4
Konstellationen, bei denen eine Abstimmung mit oder eine Überweisung zum Spezialfacharzt erfolgen sollte

Wir sehen in der Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz eine multidisziplinäre Aufgabe, an der neben den ärztlichen Fachgruppen auch Pflegende und Apotheker beteiligt sind, um die Prognose der Patienten zu verbessern und wiederholte Krankenhauseinweisungen zu verhindern. Apotheker können einen wichtigen Beitrag zur Arznei­mittel­therapie­sicherheit leisten, indem sie zum Beispiel die Verordnungen der verschiedenen Fachärzte prüfen und die Patienten bezüglich möglicherweise problematischer Selbstmedikation beraten. Pflegende können wichtige Aufgaben zum Beispiel beim Monitoring klinischer Parameter und beim Medikamentenmanagement übernehmen.

Basierend auf den Ergebnissen von zwei systematischen Recherchen zu strukturierten Konzepten im internationalen (Grafik) und nationalen Kontext empfehlen wir, alle Patienten mit Herzinsuffizienz in ein strukturiertes Behandlungsprogramm einzubinden, das neben der Gewährleistung einer leitliniengerechten Diagnostik und Therapie die koordinierte multidisziplinäre Versorgung mit regelmäßigen Terminen und direktem Arzt-Patienten-Kontakt sowie kontinuierliche Schulungen umfasst. Eine intensivierte Versorgung empfehlen wir für Patienten mit einem erhöhten Mortalitäts- oder Hospitalisierungsrisiko, zum Beispiel nach Dekompensationen, bei komplikationsträchtigen Komorbiditäten, wie Hypotonie oder Diabetes mellitus, oder bei weiterer Progredienz der Herzinsuffizienz ab NYHA-Klasse III. Neben einer verstärkten häuslichen Betreuung durch Hausärzte können im Rahmen einer solch intensivierten Versorgung verschiedene zusätzliche Komponenten zum Einsatz kommen. Übersichtsarbeiten von RCT zeigen einen positiven Einfluss auf die Hospitalisierungsrate und die Mortalität für

PRISMA-Flowchart zur Recherche „Strukturierte Versorgungsprogramme bei chronischer Herzinsuffizienz“
PRISMA-Flowchart zur Recherche „Strukturierte Versorgungsprogramme bei chronischer Herzinsuffizienz“
Grafik
PRISMA-Flowchart zur Recherche „Strukturierte Versorgungsprogramme bei chronischer Herzinsuffizienz“
  • spezialisierte Pflegekräfte (zum Beispiel [30] Rehospitalisierungen: ARR: 10,11 %, NNT: 10 oder Mortalität: ARR: 3,12 %, NNT: 33)
  • strukturierte telefonische Betreuung (zum Beispiel [31] Gesamtmortalität: ARR: 1,37 %, NNT: 73 oder herzinsuffizienzbedingte Hospitalisierungen: ARR: 3,17 %, NNT: 32)
  • nichtinvasives Telemonitoring durch telemetrische Waagen, Blutdruckmess- und EKG-Geräte (zum Beispiel [31] Mortalität: ARR: 2,49 %, NNT: 41 oder herzinsuffizienzbedingte Hospitalisierungen: ARR: 7,44 %, NNT: 14).

Welche dieser Komponenten eingesetzt werden, wird sich in der Regelversorgung danach richten, was im regionalen Kontext verfügbar und für die individuelle Situation des Patienten geeignet ist.

In Deutschland existieren derzeit verschiedene strukturierte Programme für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz. Diese sind jedoch nur regional oder für Patienten einzelner Krankenkassen verfügbar, sehr heterogen in ihrer Gestaltung und nur selten evaluiert. Im neuen eigenständigen Disease-Management-Programm (DMP) Herzinsuffizienz, das für 2018 zu erwarten ist, sollten daher Qualitätsstandards für diese Versorgungsform definiert werden, beispielsweise für die Anbindung an die Primärversorger und für eine adäquate Qualifikation nichtärztlicher Betreuungspersonen.

Patientenmaterialien

Die PatientenLeitlinie, obligater Bestandteil aller NVL, wird derzeit auf Basis der 2. Auflage aktualisiert. Darüber hinaus wurden Patientenmaterialien für spezifische Entscheidungs- oder Informationssituationen entwickelt. Sie sollen die behandelnden Ärzte bei der Implementierung der Empfehlungen der NVL in der Beratung der Patienten unterstützen und zur gemeinsamen Entscheidungsfindung beitragen (kostenloser Download unter www.leitlinien.de/nvl/herzinsuffizienz).

Interessenkonflikt

Prof. Edelmann erhielt Honorare für Beratertätigkeit von den Firmen Bayer, Vifor und Novartis. Er bekam Vortragshonorare, Erstattung von Reisekosten und Teilnahmegebühren von den Firmen Berlin Chemie, Novartis Servier, Astra Zeneca, BG Medicine, Bayer, Abbott, Merck, MSD, Vifor und Boehringer Ingelheim. Er erhielt finanzielle Unterstützung für die Durchführung von klinischen Studien von den Firmen Servier, Vifor, Berlin Chemie, Novartis, Astra Zeneca, BG Medicine, Bayer, MSD, Merck, Abbott und Boehringer Ingelheim.

Prof. Störk erhielt Honorare für Beratertätigkeit von den Firmen Boston Scientific und Thermo Fisher Scientific BRAHMS. Er bekam Vortragshonorare, Erstattung von Reisekosten und Teilnahmegebühren von den Firmen ResMed, Bayer, Novartis, Astra Zeneca, Boehringer Ingelheim und Zoll CMS. Er erhielt finanzielle Unterstützung für die Durchführung von klinischen Studien von den Firmen Novartis, Bayer, MSD und Boehringer Ingelheim.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 19. 10. 2017, revidierte Fassung angenommen: 17. 11. 2017

Anschrift für die Verfasser
Peggy Prien
Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ)
TiergartenTower, Straße des 17. Juni 106–108, 10623 Berlin
prien@azq.de

Zitierweise
Edelmann F, Knosalla C, Mörike K, Muth C, Prien P, Störk S:
Clinical practice guideline: Chronic heart failure. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 124–30.
DOI: 10.3238/arztebl.2018.0124

►The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eKasten:
www.aerzteblatt.de/18m0124 oder über QR-Code

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Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz – Langfassung, 1st edition. Version 7. doi.org/10.6101/AZQ/000166 (last accessed on 20 September 2017) CrossRef
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Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie, Charité Universitätsmedizin Berlin,
Campus Virchow Klinikum: Prof. Dr. med. Edelmann
Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Deutsches Herzzentrum Berlin;
Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Standort Berlin: Prof. Dr. med. Knosalla
Universitätsklinikum Tübingen, Department für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie: Prof. Dr. med. Mörike
Institut für Allgemeinmedizin, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M.: Dr. med. Muth, MPH
Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin, Berlin: Peggy Prien, Dipl.-Journ.
Universitätsklinikum Würzburg, Medizinische Klinik und Poliklinik I: Prof. Dr. med. Störk
* Alle Herausgeber, Autoren und Bearbeiter der NVL Chronische Herzinsuffizienz sind im eKasten aufgelistet.
PRISMA-Flowchart zur Recherche „Strukturierte Versorgungsprogramme bei chronischer Herzinsuffizienz“
PRISMA-Flowchart zur Recherche „Strukturierte Versorgungsprogramme bei chronischer Herzinsuffizienz“
Grafik
PRISMA-Flowchart zur Recherche „Strukturierte Versorgungsprogramme bei chronischer Herzinsuffizienz“
Empfohlene Verlaufskontrollen bei medikamentöser Therapie der chronischen Herzinsuffizienz
Empfohlene Verlaufskontrollen bei medikamentöser Therapie der chronischen Herzinsuffizienz
Tabelle 1
Empfohlene Verlaufskontrollen bei medikamentöser Therapie der chronischen Herzinsuffizienz
Medikamentöse Stufentherapie bei chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion
Medikamentöse Stufentherapie bei chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion
Tabelle 2
Medikamentöse Stufentherapie bei chronischer Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion
Indikationen für eine kardiale Resynchronisationstherapie bei Patienten mit Sinusrhythmus und linksventrikulärer Ejektionsfraktion = 35 %
Indikationen für eine kardiale Resynchronisationstherapie bei Patienten mit Sinusrhythmus und linksventrikulärer Ejektionsfraktion = 35 %
Tabelle 3
Indikationen für eine kardiale Resynchronisationstherapie bei Patienten mit Sinusrhythmus und linksventrikulärer Ejektionsfraktion = 35 %
Konstellationen, bei denen eine Abstimmung mit oder eine Überweisung zum Spezialfacharzt erfolgen sollte
Konstellationen, bei denen eine Abstimmung mit oder eine Überweisung zum Spezialfacharzt erfolgen sollte
Tabelle 4
Konstellationen, bei denen eine Abstimmung mit oder eine Überweisung zum Spezialfacharzt erfolgen sollte
Herausgeber und Autoren der Nationalen VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz
Herausgeber und Autoren der Nationalen VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz
eKasten
Herausgeber und Autoren der Nationalen VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz
1. Deutsche Herzstiftung: Deutscher Herzbericht 2016. 28. Sektorenübergreifende Versorgungsanalyse zur Kardiologie und Herzchirurgie in Deutschland. Frankfurt/Main: Deutsche Herzstiftung 2016.
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6.Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): Nationales Programm für VersorgungsLeitlinien. Methoden-Report, 4th edition. www.leitlinien.de/mdb/downloads/nvl/methodik/mr-aufl-4-version-1.pdf (last accessed on 26 June 2017).
7.Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz – Leitlinienreport, 2nd edition. Version 2. doi.org/10.6101/AZQ/000391 (last accessed on 20 September 2017) CrossRef
8.Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV): Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz – Langfassung, 1st edition. Version 7. doi.org/10.6101/AZQ/000166 (last accessed on 20 September 2017) CrossRef
9. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): Systematische Leitlinienrecherche und -bewertung sowie Extraktion relevanter Empfehlungen für ein DMP Chronische Herzinsuffizienz. Abschlussbericht. Auftrag V14–01. Version 1.0. IQWiG-Berichte, Nr. 342. www.iqwig.de/download/V14-01_Abschlussbericht_Leitlinienrecherche-und-bewertung-fuer-ein-DMP-Chronische-Herzinsuffizienz.pdf (last accessed on 16 March 2016).
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31. Inglis SC, Clark RA, Dierckx R, Prieto-Merino D, Cleland JGF: Structured telephone support or non-invasive telemonitoring for patients with heart failure. Cochrane Database Syst Rev 2015; CD007228 CrossRef
  • Keine Nachteile durch Digitoxin
    Dtsch Arztebl Int 2018; 115(16): 285; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0285a
    Tauchnitz, Christian
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2018; 115(16): 285; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0285b
    Prien, Peggy

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