ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2018Sektorenübergreifende Vergütung: Sachverständigenrat will Gutachten im Sommer vorlegen

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Sektorenübergreifende Vergütung: Sachverständigenrat will Gutachten im Sommer vorlegen

Dtsch Arztebl 2018; 115(8): A-312 / B-268 / C-268

Osterloh, Falk

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Wie eine sektorenübergreifende Vergütung aussehen könnte, darüber soll auch eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern nachdenken. Foto: VvoeVale/iStockphoto
Wie eine sektorenübergreifende Vergütung aussehen könnte, darüber soll auch eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern nachdenken. Foto: VvoeVale/iStockphoto

Der Sachverständigenrat (SVR) zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen arbeitet an einem Gutachten zur Weiterentwicklung der sektorenübergreifenden Vergütung. Wie das Deutsche Ärzteblatt (DÄ) aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, will der Rat das Gutachten im Sommer in der ersten Juliwoche vorstellen. Details wurden noch nicht bekannt.

Allerdings hat das SVR-Mitglied Prof. Dr. rer. oec. Jonas Schreyögg von der Universität Hamburg vor Kurzem Vorschläge für eine Mischvergütung für ausgewählte ambulant erbringbare Leistungen gemacht. Zur Förderung der Ambulantisierung erscheine es sinnvoll, den Katalog von ambulant erbringbaren Prozeduren/Operationen um bereits in anderen Ländern regelmäßig ambulant erbrachte Leistungen zu erweitern, schrieb Schreyögg im AOK-Krankenhaus-Report 2016. Für diese Leistungen könne eine Mischvergütung von Einheitlichem Bewertungsmaßstab (EBM) und Krankenhausfallpauschalen (DRG) kalkuliert werden. Diese sollte mit einer vollständigen Öffnung des Wettbewerbs zur Erbringung dieser Leistungen zwischen Arztpraxen und Krankenhäusern verbunden sein. Dem aktuellen Koalitionsvertrag zufolge steht das Thema auch bei einer möglichen Großen Koalition aus Union und SPD hoch im Kurs. Sie wollen eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe einrichten, die unter anderem Vorschläge zur Weiterentwicklung der sektorenübergreifenden Vergütung erarbeiten soll. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft machte auf DÄ-Nachfrage hingegen deutlich, dass sie eine Angleichung von ambulanten und stationären Vergütungssystemen ablehnt. fos

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