ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2018Bimba Hoyer: Verstärkung für ein unterrepräsentiertes Fach

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Bimba Hoyer: Verstärkung für ein unterrepräsentiertes Fach

Dtsch Arztebl 2018; 115(8): A-347 / B-295 / C-295

Gießelmann, Kathrin

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Bimba Hoyer, Foto: Jacqueline Hirscher
Bimba Hoyer, Foto: Jacqueline Hirscher

Mit der rheumatologischen Lehre kommen Studierende derzeit wenig in Berührung. Obwohl entzündlich rheumatische Erkrankungen drei Prozent der Bevölkerung betreffen, verfügen von 37 medizinischen Fakultäten in Deutschland bislang nur sieben über einen rheumatologischen Lehrstuhl. „Mit der Professur von Frau Dr. med. Hoyer sind es nun acht und wir sind einen wichtigen Schritt weiter auf dem Weg zu einer starken Rheumatologie“, freut sich Prof. Dr. med. Hanns-Martin Lorenz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie.

Seit 22. Januar 2018 ist Prof. Dr. med. Bimba Hoyer in Kiel offiziell Lehrstuhlinhaberin in der Rheumatologie. Als Bereichsleiterin für Rheumatologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, leitet sie auch das Exzellenzzentrum für Entzündungsmedizin der Medizinischen Klinik.

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Zuvor war Hoyer an der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie am Deutschen Rheumaforschungszentrum tätig und forschte am Walter und Eliza Hall Institute of Medical Research in Melbourne. Dem Mangel an Rheumatologen will sie entgegenwirken und Studierende für das Fach begeistern. Rund 700 Rheumatologen sind derzeit bundesweit tätig. Etwa doppelt so viele würden jedoch gebraucht, um die Versorgung zu sichern. Aber nicht nur für die Rheumatologie sei die Professur von Hoyer ein Gewinn, meint Lorenz: „In der Medizin sind Frauen in Führungspositionen noch zu wenig vertreten“. Nur zehn Prozent der leitenden Funktionen sind weiblich besetzt. Kathrin Gießelmann

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