ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2018Neues Lehrangebot für Gesundheitsdienstleister

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Neues Lehrangebot für Gesundheitsdienstleister

Dtsch Arztebl 2018; 115(8): [4]

SG

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Ein internationaler Forschungsverbund unter Beteiligung der Jacobs University in Bremen will ein neues Bildungsprogramm entwickeln. Ziel ist es, die kommunikativen Fähigkeiten von Medizinstudenten und Krankenpflegeschülern zu verbessern, damit diese besser mit älteren Patienten arbeiten können, die eine niedrige Gesundheitskompetenz aufweisen.

Einerseits hätten ältere Menschen oft Schwierigkeiten, mit ihrer Krankheit und der damit verbundenen Behandlung zurechtzukommen. Andererseits verfügten Ärzte und Pflegekräfte häufig nicht über ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten, um verständlich und effektiv mit Patienten zu kommunizieren. Deshalb könne die Stärkung kommunikativer Fähigkeiten künftiger Fachkräfte dazu beitragen, die Betreuung insbesondere von älteren Menschen zu verbessern. Der Plan: In den nächsten drei Jahren wollen die Wissenschaftler ein neues Lehrangebot für Gesundheitsdienstleister in ganz Europa entwickeln, implementieren und evaluieren. Darüber hinaus setzen sie ihre Erkenntnisse auch dazu ein, eine Reihe digitaler Unterrichtseinheiten für die breite Öffentlichkeit zu entwickeln.

Foto: JackF/iStockphoto
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„Wir erwarten, dass dies zu einem optimierten patientenorientierten Dialog führen wird, der die Gesundheit und das Wohlbefinden älterer Patienten mit geringer Gesundheitskompetenz fördert“, unterstrich Dr. Andrea de Winter vom Universitätsklinikum Groningen. Im Zeitalter von Digitalisierung und E-Health gebe es viele innovative Möglichkeiten, die Kompetenzen künftiger Gesundheitsdienstleister zu verbessern und um entsprechende Lehrangebote zu bereichern.

Das sogenannte IMPACCT-Projekt (Improving patient centered communication competences) wird von der Universitätsklinik Groningen in den Niederlanden koordiniert. Die Europäische Union fördert das Forschungsvorhaben mit 450 000 Euro. An dem Projekt nehmen Kooperationspartner aus Irland, Belgien, Italien, Slowakei und aus Deutschland teil. sg

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