ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2018Geburten: WHO kritisiert zu häufigen Einsatz von Wehenmitteln

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Geburten: WHO kritisiert zu häufigen Einsatz von Wehenmitteln

Dtsch Arztebl 2018; 115(8): A-316 / B-270 / C-270

dpa

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Die neuen Richtlinien der WHO für Geburten enthalten 56 Empfehlungen. Foto: picture alliance
Die neuen Richtlinien der WHO für Geburten enthalten 56 Empfehlungen. Foto: picture alliance

Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) hat den Trend zu immer mehr medizinischen Interventionen während der Geburt kritisiert. In vielen Fällen sei das überflüssig und könne Mutter oder Kind gefährden, teilte die Organisation mit. Sie wandte sich etwa gegen den immer häufigeren Einsatz von Wehenmitteln zur Beschleunigung der Geburt. Bei den meisten der 140 Millionen Geburten pro Jahr weltweit sei das nicht nötig. „Wenn die Wehen sich normal entwickeln und Mutter und Kind bei guter Gesundheit sind, sind Interventionen, um die Geburt zu beschleunigen, nicht nötig“, sagte Princess Nothemba Simelela, Leiterin der WHO-Abteilung Familien, Frauen, Kinder und Jugendliche. Die WHO hat deshalb neue Richtlinien für Geburten herausgegeben, in der sie 56 Empfehlungen gibt. Darin wirft sie die Faustregel über Bord, dass sich der Muttermund nach normaler Schwangerschaft bei Einsetzen der Wehen etwa einen Zentimeter pro Stunde öffnen sollte. Auch der Anschluss an einen Wehenschreiber sei normalerweise nicht nötig, ebenso wenig das Rasieren der Schamhaare. Die WHO rät auch von einem Dammschnitt als Routineeingriff ab. dpa

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