ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2018Global Health: Netzwerk für Frauen in Führungspositionen

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Global Health: Netzwerk für Frauen in Führungspositionen

Dtsch Arztebl 2018; 115(9): [4]

SG

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Das neue Frauennetzwerk „Women in Global Health – Germany“ hat sich das Ziel gesteckt, Frauen zu unterstützen, die Führungspositionen im Gesundheitswesen innehaben. Dort arbeiten zwar nach wie vor viele weibliche Fachkräfte, doch die Führungspositionen sind ganz überwiegend von Männern besetzt.

Foto: peshkova/stock.adobe.com
Foto: peshkova/stock.adobe.com

Aus Sicht des Staatssekretärs im Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Lutz Stroppe, fördert Geschlechtervielfalt in Leitungsfunktionen, Arbeitseinheiten und Teams produktives Arbeiten und die Zukunftsfähigkeit von Institutionen. So benötigten auch die globalen Gesundheitsherausforderungen eine starke und ausgewogene Vertretung und Führung. „Es muss unser Ziel sein“, betonte er, „Diversität zu schaffen und vor allem zu leben.“ Frauen gehörten in Global Health in Führungspositionen, um mit ihrer Erfahrung, ihrem Wissen und ihren Kompetenzen das Thema maßgebend voranzubringen. Die Initiative ‚Women in Global Health – Germany‘ verstärke die Expertise und mache weibliche Kompetenz sichtbar.

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Das Klischee „Frau gleich Krankenschwester und Mann gleich Arzt“ sitze tief in den Köpfen, ergänzte Ingrid-Gabriela Hoven, zuständige Abteilungsleiterin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). „Ohne eine gleichberechtigte Beteiligung von Frauen auf allen Ebenen werden wir die Entwicklungsziele 2030 insgesamt nicht erreichen – und das gilt auch für die Gesundheitsziele. Wir brauchen starke Frauen für starke Gesundheitssysteme.“

Die Liste der „Women in Global Health – Germany“ umfasst mehr als 100 Frauen aus Deutschland, die innerhalb oder außerhalb Deutschlands in Organisationen oder Universitäten in der globalen Gesundheit tätig sind, sowie Frauen anderer Nationalitäten, die in Deutschland arbeiten und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung haben. Neben dem BMG und BMZ haben auch der World Health Summit (WHS), die German Healthcare Partnership (GHP) und andere Organisationen den Aufbau des Netzwerks unterstützt. sg

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