ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2018Kinder suchtkranker Eltern: Webseite bietet Beratung und Hilfe per E-Mail und Chat

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Kinder suchtkranker Eltern: Webseite bietet Beratung und Hilfe per E-Mail und Chat

Dtsch Arztebl 2018; 115(9): A-398 / B-334 / C-334

Hillienhof, Arne

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Hilfe erhalten Kinder und Jugendliche suchtkranker, aber auch gewalttätiger und psychisch erkrankter Eltern. Foto: hilfe pavel_shiskin/stock.adobe.com
Hilfe erhalten Kinder und Jugendliche suchtkranker, aber auch gewalttätiger und psychisch erkrankter Eltern. Foto: hilfe pavel_shiskin/stock.adobe.com

Auf ein Angebot für Kinder von suchtkranken Eltern hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hingewiesen. Das Onlineprojekt „KidKit networks“ bietet Kindern und Jugendlichen von zehn bis 18 Jahren eine Beratung per E-Mail und Chat an und stellt bei Bedarf den Kontakt zu lokalen Hilfsangeboten her. Eine digitale Landkarte ermöglicht Betroffenen zudem, selbst geeignete Hilfsangebote zu finden. Träger von KidKit networks sind die Drogenhilfe Köln und der Verein KOALA.

„Kaum etwas überfordert Kinder und Jugendliche so sehr wie die Suchterkrankung eines Elternteils. KidKit networks soll es Kindern und Jugendlichen so leicht wie möglich machen, Kontakt mit professionellen Helfern aufzunehmen“, sagt Mortler.

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Rund sechs Millionen Erwachsene in Deutschland sind als Kinder in Suchtfamilien aufgewachsen. Kinder von Suchtkranken (Children of Alcoholics/Children of Addicts, COA) sind Risikokandidaten, selber eine stoffliche Sucht oder eine psychische oder soziale Störung zu entwickeln. Die Forschung zeigt, dass bislang etwa ein Drittel der Kinder suchtbelasteter Eltern ebenfalls suchtkrank wird und ein weiteres Drittel andere psychische Krankheiten entwickelt. hil

www.kidkit.de/index.php

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