ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2018Patientenversorgung: Methodenreport zu Versorgungsleitlinien erneuert

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Patientenversorgung: Methodenreport zu Versorgungsleitlinien erneuert

Hillienhof, Arne

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Die Motivation für nationale Versorgungsleitlinien (NVL) und die Methodik ihrer Erstellung hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) jetzt in einer neuen Ausgabe seines Methodenreports dargelegt. Die festgeschriebene Methodik des NVL-Programms soll dazu beitragen, Verzerrungen zu vermeiden und absichern, dass die Empfehlungen der Leitlinien auf dem aktuellen Stand der klinischen Forschung basieren.

„Leitlinien sind bereits jetzt aus dem klinischen Alltag nicht mehr wegzudenken und werden auch in Zukunft das diagnostische und therapeutische Handeln zunehmend beeinflussen“, heißt es in dem Methodenreport zu Beginn. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften, Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung entwickelten daher seit vielen Jahren Leitlinien.

Diese Leitlinien seien in der Regel auf spezifische Krankheitssituationen und definierte Teilbereiche des Versorgungsgeschehens ausgerichtet und beschrieben nur selten organisatorische Rahmenbedingungen der Patientenversorgung. Für übergreifende und vernetzte Versorgungsformen seien aber Leitlinien nötig, die diese Aspekte ergänzten und Lösungen für Schnittstellen zwischen verschiedenen Sektoren, aber auch zwischen den verschiedenen beteiligten Disziplinen und Gesundheitsberufen anböten – dies leisteten die Versorgungsleitlinien.

Neben der wissenschaftlichen Evidenz und den ärztlichen Erfahrungen stellen die Erfahrungen und Lösungsvorschläge von Patienten und ihren Organisationen eine wertvolle Informationsquelle für die Leitlinien dar. Patienten sind daher regelhaft beteiligt an der NVL-Erstellung, am externen Begutachtungsverfahren und an der Erstellung von Patientenleitlinien zur entsprechenden NVL, heißt es in dem Methodenreport. hil

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