Supplement: Perspektiven der Pneumologie & Allergologie

COPD: Rauchfrei ist das Ziel

Dtsch Arztebl 2018; 115(10): [32]

EB

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Das neue Disease-Management-Programm (DMP) für COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) setzt ab jetzt einen noch größeren Fokus auf die Tabakentwöhnung. Denn die aktuell ausgewerteten Studien würden klar belegen, dass die Sterblichkeit und das Fortschreiten der Erkrankung COPD deutlich reduziert werden könne, wenn die Betroffenen mit dem Rauchen aufhörten, so die Aussage des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA).

Bei den Programmen zur Raucherentwöhnung, die Ärzte nun ihren Patienten empfehlen können, handle es sich um veröffentlichte, strukturierte Programme, deren Wirksamkeit nachgewiesen und dokumentiert wurde, teilt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit. So gehören zum Beispiel das „Rauchfrei-Programm“ des Instituts für Therapieforschung München (IFT), der Kurs „Nichtraucher in 6 Wochen“ der Universität Tübingen und „Mein Nichtraucherprogramm“, entwickelt vom Bundesverband der Pneumologen, zu den evaluierten Programmen. Inhalt des neuen DMPs COPD sind auch Empfehlungen zu häufigen Begleiterkrankungen, wie Osteoporose, die oftmals nicht erkannt wird. Neu aufgenommene Qualitätsziele sind außerdem

  • ein jährlicher Lungenfunktionstest,
  • die Vermeidung eines übermäßigen Einsatzes von inhalativen Steroiden (Kortison) und
  • die Empfehlung zu körperlichem Training.

Einmal jährlich sollen zudem alle Medikamente, die der Patient oder die Patientin tatsächlich eingenommen hat (einschließlich der Selbstmedikation), erfasst und ihre mögliche Neben- und Wechselwirkungen berücksichtigt werden. Therapieänderungen können auf diese Weise frühzeitig vorgenommen werden. EB

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Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung: Im Überblick: Neuerungen und Änderungen 2018 – DMP COPD seit 1. Januar mit neuen Inhalten. Praxisnachrichten, 11. Januar 2018

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