ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2018Randnotiz: Ein Portal soll es richten

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Randnotiz: Ein Portal soll es richten

PP 17, Ausgabe März 2018, Seite 101

Maybaum, Thorsten

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Um das Gesundheitswissen vieler Deutscher ist es nicht gut bestellt. Zugleich suchen immer mehr Menschen Informationen zu Symptomen und Erkrankungen im Internet. Das Problem ist, verlässliches Wissen herauszufiltern. Die Bundesregierung hatte daher beschlossen, dass es ein nationales Gesundheitsportal richten soll. Wie dies umgesetzt werden könnte, dazu hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ein Konzept (http://daebl.de/VD88) vorgelegt. Laut IQWiG soll das Portal verlässliche Informationen zu Gesundheits- und Präventionsfragen bündeln. Doch wie genau soll das gehen? Der Vorschlag sieht vor, dass die Inhalte des Portals von „Content-Partnern“ bereitgestellt werden. Diese Zulieferer müssen Anforderungen an Transparenz und an Qualitätssicherung erfüllen und ein Akkreditierungsverfahren durchlaufen. Für den Start des Portals sind Mindeststandards vorgesehen. Laut Konzept soll das Portal stufenweise ausgebaut werden. Als erste Stufe empfiehlt das IQWIG eine Suchmaschine, die ausschließlich die Inhalte akkreditierter „Content-Partner“ erfasst und den Nutzern entsprechende Trefferlisten liefert. Über die grundsätzliche Idee lässt sich streiten und ein Erfolg dürfte von vielen Faktoren abhängen. Für die Zulieferer muss sich die Arbeit finanziell lohnen. Interessenskonflikte und Haftungsfragen müssen geklärt sein. Zugleich macht das Portal bestehenden zuverlässigen Angeboten Konkurrenz. Und am Ende muss es Menschen und Google-Suche so bekannt werden, dass es für sie die erste Wahl wird. Bis dahin dürfte es also ein weiter und teurer Weg sein.

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