ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2018Notfallmedizin: Kosten für Rettungswageneinsätze stark angestiegen

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Notfallmedizin: Kosten für Rettungswageneinsätze stark angestiegen

Dtsch Arztebl 2018; 115(10): A-414 / B-360 / C-360

afp

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Die Notfallversorgung soll in dieser Legislaturperiode neu strukturiert werden. Foto: dpa
Die Notfallversorgung soll in dieser Legislaturperiode neu strukturiert werden. Foto: dpa

Die Kosten für Einsätze von Rettungswagen gehen bundesweit stark in die Höhe. Die Ausgaben der Krankenkassen hätten sich dafür in den vergangenen acht Jahren nahezu verdoppelt – auf 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2016, berichtete die Welt am Sonntag (WamS). Demnach rückten zuletzt bundesweit rund 5,2 Millionen Mal Rettungswagen aus. Verantwortlich für die Kostensteigerung ist nach Ansicht der CDU-Politikerin Karin Maag eine stark gestiegene Anspruchshaltung der Patienten. Immer häufiger werde die Notfallnummer 112 wegen Bagatellen gewählt, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Union der WamS. Maag kündigte eine Neustrukturierung der Notfallversorgung in dieser Legislaturperiode an. „Dabei werden wir auch über bestehende Strukturen sprechen, die bislang nicht so gut funktionieren.“ Geplant sei eine Zusammenlegung der Notrufnummer 112 mit der Nummer des ärztlichen Notdienstes 116117. Diese Nummer sei den meisten Patienten bisher kaum bekannt, sagte auch die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Sabine Dittmar. „Es ist also wenig verwunderlich, dass es zu Fehlsteuerungen kommt.“ Die für Gesundheitsthemen verantwortliche Bundestagsabgeordnete der Grünen, Kirsten Kappert-Gonther, regte eine Handy-App für Patienten an. „Darin könnten Hilfesuchende zu jeder Tages- und Nachtzeit die jeweils in ihrer Nähe verfügbaren Hilfsangebote angezeigt bekommen.“ afp

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