ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2018Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: AMNOG bringt deutlich mehr Einsparungen

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Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: AMNOG bringt deutlich mehr Einsparungen

Dtsch Arztebl 2018; 115(10): A-413 / B-359 / C-359

Maybaum, Thorsten

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Die Arzneimittelausgaben sind 2017 laut IQIVIA „moderat“ angestiegen. Foto: tibor13/iStockphoto
Die Arzneimittelausgaben sind 2017 laut IQIVIA „moderat“ angestiegen. Foto: tibor13/iStockphoto

Das AMNOG (Arznei­mittel­markt­neuordnungs­gesetz) hat der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) im vergangenen Jahr erneut deutlich mehr Einsparungen gebracht. Das Einsparvolumen belief sich 2017 auf 1,573 Milliarden Euro, wie der Statistikdienstleister IQVIA mitteilte. 2016 hatte dieses noch bei 1,15 Milliarden Euro gelegen. Das ist ein Plus von 36,8 Prozent. „Erstmalig liegt dieser Wert über den Einsparungen durch den Zwangsabschlag“, erklärte Dagmar Wald-Eßer, zuständig für Gesundheitsthemen bei IQVIA. Weitere 1,26 Milliarden Euro entfielen den IQVIA-Zahlen zufolge auf den gesetzlichen Herstellerzwangsrabatt, 307 Millionen Euro an Einsparungen machten die Zusatzabschläge infolge des Preismoratoriums aus und 144 Millionen Euro brachten der GKV die Generikarabatte. Somit summierten sich die Zwangsabschläge im vergangenen Jahr auf knapp 3,3 Milliarden Euro. Die Einsparungen aus Rabattverträgen betrugen etwa 3,9 Milliarden Euro. „Die Einsparungen aus Herstellerzwangsabschlägen, Rabatten aus Erstattungsbeträgen und Rabattverträgen dürften sich für 2017 hochgerechnet auf etwa 7,2 Milliarden Euro belaufen und damit einen neuen Höchststand erreichen“, schreibt das Unternehmen, das in Bezug auf die Arzneimittelausgaben für 2017 einen „moderaten Anstieg“ ausmacht. 2017 erhöhten sich laut IQVIA die Ausgaben für Medikamente (ohne Impfstoffe) und Testdiagnostika um 3,5 Prozent (Basis: Apothekenverkaufspreise abzüglich Zwangsrabatte und Erstattungsbeträge). Die Bundesregierung gibt die Steigerungsrate der Arzneimittelausgaben insgesamt für 2017 mit 4,0 Prozent an. may

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