MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Intestinale Stomata

Einteilung, Indikationen, Versorgung und Komplikationsmanagement

Intestinal ostomy—classification, indications, ostomy care and complication management

Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 182-7; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0182

Ambe, Peter C.; Kurz, Nadja Rebecca; Nitschke, Claudia; Odeh, Siad F.; Möslein, Gabriela; Zirngibl, Hubert

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Hintergrund: Schätzungsweise leben derzeit 100 000 Stomaträger in Deutschland. Die Anlage einer Enterostomie stellt ein einschneidendes Geschehen im Leben eines Menschen dar, welches mit Einbußen der Lebensqualität einhergehen kann. Die ordnungsgemäße Versorgung und die sachgerechte Pflege sind enorm wichtig für den Behandlungserfolg und die Lebensqualität des Stomaträgers.

Methode: Diese Arbeit basiert auf einer selektiven Literaturrecherche in PubMed, GoogleScholar und Scopus sowie auf den Erfahrungen der Autoren.

Ergebnisse: Man unterscheidet Dünndarmstomata von Dickdarmstomata. Über 75 % aller Stomata werden im Rahmen der Behandlung von Darmkrebs angelegt. Stomabedingte Komplikationen werden mit einer Inzidenz von 10–70 % angegeben. Die Hautirritation mit Erosion und Ulzeration stellt mit einer Inzidenz von 25–34 % die häufigste Frühkomplikation dar, während der Stomaprolaps mit 8–75 % als die häufigste Spätkomplikation angegeben wird. Frühkomplikationen werden überwiegend konservativ behandelt, während Spätkomplikationen meistens chirurgisch revidiert werden. In etwa 19 % der Fälle kann ein primär temporär geplantes Stoma nicht zurückverlegt werden. Die suboptimale Stomalage und die unsachgemäße Stomapflege sind die häufigsten Ursachen für Frühkomplikationen. Chirurgisch-technische Aspekte und patientenbedingte Faktoren beeinflussen die Entstehung von Spätkomplikationen.

Schlussfolgerung: Jeder Schritt von der Planung des Stomas bis hin zur postoperativen Pflege der Enterostomie soll mit dem Patienten ausführlich besprochen werden. Die präoperative Markierung ist essenziell für eine optimale Stomalage. Eine vertrauensvolle Patientenführung unter Einbeziehung eines Stomatherapeuten erhöht die Akzeptanz der Enterostomie, verringert Stomakomplikationen und verbessert die Lebensqualität des betroffenen Patienten.

LNSLNS

Der Terminus „Stoma“ stammt aus dem Griechischen (στόμα) und bedeutet „Mund“. Im medizinischen Sprachgebrauch wird mit einem Stoma eine chirurgisch hergestellte Hohlorganöffnung auf der Körperoberfläche zwecks Ausleitung von Ausscheidungsprodukten bezeichnet. Ein Enterostoma oder auch Anus praeternaturalis (Anus praeter, AP) ist eine chirurgisch geschaffene Darmeröffnung auf der Körperoberfläche. Statistische Erhebungen zur Enterostomie in Deutschland sind kaum verfügbar. Einschätzungen der Stoma-Selbsthilfeorganisation ILCO Deutschland e.V. zufolge leben derzeit über 100 000 Stomaträger in Deutschland (1). Täglich werden in den Kliniken des Landes intestinale Stomata sowohl angelegt als auch zurückverlegt, sodass die tatsächliche Zahl von Stomaträgern in Deutschland kaum einschätzbar ist. Die Anlage eines intestinalen Stomas stellt für jeden Patienten ein einschneidendes Ereignis dar, welches mit Einbußen der Lebensqualität einhergehen kann. Trotz moderner Medizin sind intestinale Stomata nicht aus dem klinischen Alltag wegzudenken. Somit muss jeder Schritt von Indikationsstellung, Vorbereitung, Operation und Versorgung sorgfältig mit dem betroffenen Patienten geplant werden.

Das Ziel dieser Arbeit ist die Bereitstellung einer klinisch relevanten Übersicht über intestinale Stomata. Da die chirurgisch-technischen Aspekte der Enterostomie den Rahmen dieser Arbeit sprengen würden, wird von operativen Einzelheiten Abstand genommen. Auch volkswirtschaftliche- und krankenversicherungsrelevante Aspekte der Stomaversorgung insbesondere im ambulanten Setting können in dieser Übersichtsarbeit nur grob beleuchtet werden.

Diese Übersichtsarbeit basiert auf einer selektiven Literaturrecherche und der klinischen Erfahrung der Autoren.

Einteilung von intestinalen Stomata

Grundsätzlich werden intestinale Stomata anhand des ausgeleiteten Darmteils klassifiziert. So lassen sich Dünndarmstomata (Ileostomata) von Dickdarmstomata (Kolostomata) unterscheiden (2). Ferner lässt sich das endständige Stoma von dem doppelläufigen Stoma (Loop-Stoma) abgrenzen (Grafik). Ileostomata werden bevorzugt im rechten Mittelbauch ausgeleitet, während Kolostomata überwiegend im linken Mittelbauch zu liegen kommen.

Einteilung der intestinalen Stomata
Einteilung der intestinalen Stomata
Grafik
Einteilung der intestinalen Stomata

Bei endständigen (terminalen) Stomata wird die Kontinuität des Darmes so unterbrochen, dass das zuführende Ende als Stoma ausgeleitet wird (Abbildung 1). Bei doppelläufigen Stomata hingegen wird lediglich die Vorderwand des Darmes zur Schaffung des Stomas eröffnet (Abbildung 2). Beide Stomaarten können sowohl temporär als auch permanent angelegt werden.

terminales (endständiges) Kolostoma
terminales (endständiges) Kolostoma
Abbildung 1
terminales (endständiges) Kolostoma
doppelläufiges Loop-Ileostoma, Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Dr. med. Andreas Glättli, ADVENTRUM, Bern, Schweiz
doppelläufiges Loop-Ileostoma, Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Dr. med. Andreas Glättli, ADVENTRUM, Bern, Schweiz
Abbildung 2
doppelläufiges Loop-Ileostoma, Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Dr. med. Andreas Glättli, ADVENTRUM, Bern, Schweiz

Eine spezielle Form des Stomas stellt die kontinente Ileostomie nach Kock dar. Der aus einem Reservoir (Pouch) mit einem Verschlussventil bestehende Kock-Pouch wird lediglich als flaches Stoma im Unterbauch ausgeleitet. Das Ventil verhindert das kontinuierliche Austreten des Stuhls und verleiht dem Träger somit Kontinenz. Die Entleerung des Pouches erfolgt über eine Selbstkatheterisierung, sodass ein Leben ohne Stomabeutel möglich ist (3). Ein deutlicher Anstieg der Zufriedenheit und Lebensqualität von Kock-Pouch-Trägern wurde in der Literatur belegt (4). Dennoch darf nicht unerwähnt bleiben, dass nach Anlage eines Kock-Pouches eine erhöhte Anzahl von Revisionseingriffen bis hin zur Pouch-Entfernung beschrieben wird (5).

Das Anastomosenstoma stellt eine weitere Möglichkeit der Darmausleitung dar. Dieses Stoma ist eine Modifikation des doppelläufigen Stomas und wird nach Entfernung eines Darmsegments angelegt. Nach einer Segmentresektion wird die Hinterwand der Anastomose geschaffen. Die Vorderwand der Anastomose bleibt offen und wird als doppelläufiges Stoma in die Haut eingenäht.

Im Autorenzentrum wird bei ausgewählten Patienten regelmäßig ein virtuelles Stoma (Ghost-Stoma) anstelle eines protektiven Stomas angelegt. Hierbei wird nach Anlage einer Anastomose im kleinen Becken das letzte Ileumsegment mittels Gummizügel spannungsfrei an die Bauchwand verlagert. In einer randomisierten kontrollierten Studie von Mari et al. zeigte sich eine Anastomoseninsuffizienz (AI) nach onkologischer anteriorer Rektumresektion bei lediglich 3 von 55 Patienten (5,4 %), die mit einem Ghost-Stoma versorgt wurden. Somit konnte in 94,6 % der Population ein Ileostoma vermieden werden (6). Dies deckt sich weitestgehend mit der Erfahrung aus dem Autorenzentrum. Die Verwendung eines Ghost-Stomas setzt eine vigilante postoperative Beobachtung des Patienten voraus, um im Falle einer AI rechtzeitig reagieren zu können.

Indikationen

Heutzutage wird ein intestinales Stoma am häufigsten im Rahmen der Behandlung von Darmkrebs angelegt. Die Anastomoseninsuffizienz (AI) nach einer onkologischen Rektumresektion ist mit einem 6- bis 22-prozentigen Mortalitätsrisiko verbunden und stellt somit die schwerwiegendste Komplikation in der Kolorektalchirurgie dar (7). Das Risiko einer AI nach tiefer Rektumresektion wird mit 10–15 % angegeben (8). Um die Folgen einer AI zu mildern, wird routinemäßig ein protektives Stoma angelegt. In einer prospektiven Arbeit von Law und Mitarbeitern wurde eine Stomaanlage bei 291 von 396 (73,5 %) Patienten im Rahmen einer onkologischen Rektumresektion vorgenommen (9). Aus einem systematischen Review über Enterostomata von Rondelli et al. geht hervor, dass 89 % der eingeschlossenen 1 529 Patienten ein Stoma aufgrund eines Kolorektalkarzinoms erhielten (10). Diese Daten liefern die Grundlage für den „Soll-Konsens“ in Bezug auf eine temporäre Stomaanlage nach radikaler Rektumresektion mit tiefer Anastomose in der aktuellen S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ (11).

Zwischen einem Loop-Ileostoma und einem Loop-Kolostoma als Schutzstoma wurde in einem systematischen Review von Güenaga et al. (12), bezogen auf Komplikationen im Rahmen der Rektumchirurgie, kein Unterschied gefunden, während die Ergebnisse einer Metaanalyse von Tilney et al. bei gleicher Fragestellung zugunsten des Loop-Ileostomas ausfielen (13). Demnach liegt die Wahl der Stomaart für diese Indikation aufgrund der unklaren Evidenzlage im Ermessensspielraum des Chirurgen. Aus dem Autorenzentrum wird ausschließlich ein Loop-Ileostoma zum Schutz einer Anastomose im kleinen Becken verwendet. Tabelle 1 fasst die häufigsten Stomaarten mit entsprechenden Indikationen zusammen.

Indikationen für intestinale Stomata
Indikationen für intestinale Stomata
Tabelle 1
Indikationen für intestinale Stomata

Das Risiko, dass ein primär temporär angelegtes Stoma permanent verbleibt, liegt nach einem Follow-up von 7,1 Jahren im Median (2,5–9,8 Jahre) laut einer multivariaten Analyse von 616 Stomapatienten in einer randomisierten multizentrischen Studie von den Dulk et al. bei 19 % (14). Hierbei bestand kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen dem Loop-Ileostoma (15 %) und Loop-Kolostoma (13 %). Allerdings scheint die Wahrscheinlichkeit einer Stomarückverlagerung zum Teil signifikant von der Dringlichkeit der Stomaanlage abzuhängen. So wurde in der oben genannten Publikation (14) gezeigt, dass eine Rückverlagerung primärer Stomata (elektiv geplant) im Vergleich zu sekundären Stomata, die ungeplant in einer Notfallsituation gelegt wurden, signifikant häufiger (86 % versus 49 %; p < 0,0001) stattfand. Mit einer ähnlichen Fragestellung untersuchte die Arbeitsgruppe um Sier et al. die Rate der Rückverlagerung von temporär angelegten Ileostomata (15). Von 485 temporär angelegten Ileostomata waren 126 (26 %) nach 22,6 Monaten im Median noch vorhanden. Die Verschlussrate war deutlich höher bei Patienten mit einem Loop-Ileostoma im Vergleich zu Patienten mit einem terminalen Ileostoma. Als Risikofaktoren für das Ausbleiben einer Stomarückverlagerung wurden von Zhou et al. in einer kürzlich veröffentlichten Metaanalyse mit insgesamt 8 568 Patienten ein fortgeschrittenes Alter > 65 Jahre, relevante Komorbiditäten (ASA-Score > 2), chirurgische Komplikationen, AI und ein fortgeschrittenes Tumorstadium herausgearbeitet (16). Diese Daten belegen, dass neben der Dringlichkeit der Stomaanlage die Art des Stomas, patientenspezifische und komplikationsbedingte Faktoren die Wahrscheinlichkeit der Kontinuitätswiederherstellung maßgeblich beeinflussen.

Physiologische Aspekte intestinaler Stomata

Die Anlage eines intestinalen Stomas geht mit gewissen physiologischen Veränderungen einher. Hierzu zählen vor allem die Reduktion der Resorptionsfläche und der Verlust der Kontinenz. Eine Verkleinerung der Resorptionsfläche vor allem bei Dünndarmstomata aber auch bei proximalen Dickdarmstomata kann zu Flüssigkeits- und Elektrolytverlust führen.

Täglich werden circa 1,5–2 L Flüssigkeit durch die Bauhinsche Klappe geführt. Hiervon werden etwa 90 % während der Passage im Dickdarm resorbiert. Unmittelbar nach einer Ileostomaanlage kommt es bedingt durch das Fehlen der Resorptionsfläche des Dickdarms zum Verlust von höhen Volumina eines dünnen galligen Sekrets. Mit der oralen Nahrungsaufnahme ändern sich die Farbe (wird bräunlich) und Konsistenz (wird breiig) des Stoma-Outputs. Das Stoma-Output ist überwiegend geruchlos. Jedoch kann der Konsum von einigen Lebensmitteln, wie Eier und Fisch, mit einem anstößigen Geruch verbunden sein (17). Das Risiko relevanter Ernährungsstörungen hängt logischerweise von der Länge des ausgeschalteten beziehungsweise verlorenen Dünndarms ab. Laut Kanaghinis et al. fördert ein Ileostoma nach der postoperativen Phase durchschnittlich circa 500 mL/Tag (18). Aus dem klinischen Alltag sind größere Fördermenge über 1,5 L/Tag dennoch keine Seltenheit. Bei Kolostomata hängt das Ausmaß der physiologischen Veränderungen von der Stomalokalisation ab. Je aboraler die Stomalokalisation, umso geformter und geringer ist das Stoma-Output. Aufgrund bakterieller Kolonisation des Dickdarms ist das Kolostoma-Output im Vergleich zum Ileostoma-Output übel riechender.

Stomapflege und Lebensqualität

Eine Stomaanlage geht zum Teil mit drastischen Veränderungen des Lebens eines Betroffenen einher. Physikalische, psychologische und soziale Veränderungen sind in Zusammenhang mit einer Stomaanlage beschrieben worden. Vom Einfluss dieser Veränderungen auf die Lebensqualität wurde in zahlreichen Veröffentlichungen berichtet (19, 20). Neben dem Vorhandensein eines Stomas deuten die Ergebnisse eines aktuellen systematischen Reviews von Vonk-Klaassen et al. auf einen deutlichen Zusammenhang zwischen stomabedingten Komplikationen und einer Lebensqualitätsverschlechterung des Stomaträgers hin (21). Diese Veröffentlichung verdeutlicht den Stellenwert einer ordentlichen Stomapflege für die Lebensqualität von Stomaträgern.

Unter Stomapflege wird ein vielfältiges Aufgabenspektrum in Verbindung mit sämtlichen Stomaarten verstanden. In Bezug auf Enterostomien beinhaltet die Stomapflege präoperative und postoperative Aufgaben. Zu den präoperativen Inhalten der Stomapflege gehört überwiegend die professionelle Beratung/Schulung des potenziellen Stomaträgers samt Familienangehörigen. Neben Aspekten der reinen Stomapflege müssen im Rahmen dieser Beratungsgespräche psychosoziale und ernährungsrelevante Aspekte erörtert werden. Der positive Effekt einer guten Beratung/Schulung auf die Lebensqualität von Stomapatienten wurde in einem systematischen Review von Danielsen et al. belegt (22).

Im Autorenzentrum wird im Rahmen der präoperativen Beratung die zukünftige Stomastelle mit einer aufgeklebten Probeplatte markiert. In aller Regel werden die Patienten postoperativ mit einem zweiteiligen Stomasystem aus Stomaplatte und Beutel versorgt. Hier findet ein regelmäßiger Wechsel alle zwei Tage statt. Idealerweise soll langfristig beim zweiteiligen System alle 2–3 Tage ein Wechsel der Stomaplatte stattfinden. Das einteilige System hingegen soll täglich gewechselt werden. Die Patientenschulung erfolgt so früh wie möglich durch die zuständige Stomatherapeutin, sodass die sichere Selbstversorgung zum Zeitpunkt der Entlassung gewährleistet wird.

Im ambulanten Setting kann eine adäquate Versorgung des Stomapatienten eine Herausforderung darstellen. Insbesondere die Kostenübernahme von Stomamaterialien durch die gesetzlichen Krankenkassen ist ausbaufähig. Hierbei weist die Literatur auf eine negative Assoziation zwischen problematischer Kostendeckung und Lebensqualität von Stomaträgern hin (23). Daher soll aufgrund unterschiedlicher Vorgaben in Bezug auf die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen ein individuell angepasstes Versorgungskonzept im ambulanten Setting angestrebt werden. Auch in diesem Fall erscheinen ein 2- bis 3-tägiger Wechsel beim zweiteiligen sowie ein täglicher Wechsel beim einteiligen Stomasystem eine gute Option.

Stomakomplikationen,
Komplikationsmanagement und Prophylaxe

Die Inzidenz von stomabedingten Komplikationen wird in der Literatur zwischen 10 % und 70 % angegeben. In einer aus England stammenden Publikation von Nastro et al. wurden 1 219 Komplikationen bei 681 von 1 216 Stomapatienten dokumentiert, was eine Morbiditätsrate von 56,0 % ausmachte (29). Stomakomplikationen unterscheiden sich in Früh- und Spätkomplikationen. Zu den frühen Komplikationen zählen Nachblutung, Hämatombildung, Stomaödem, Hautirritation mit gegebenenfalls Ulzerationen (eAbbildung a) und Stomanekrose (eAbbildung b), die in den ersten 30 Tagen nach Stomanlage entstehen (30). Spätkomplikationen entstehen nach dem 30. postoperativen Tag. Der Stomaprolaps (eAbbildung c), die Stomaretraktion (eAbbildung d), -stenose (eAbbildung e) und die parastomale Hernie (eAbbildung f) gehören zu den häufigsten Spätkomplikationen. Die Ursachen für die Spätkomplikationen sind sowohl beim Patienten als auch bei der chirurgischen Technik zu suchen. So wurde gezeigt, dass Patientenfaktoren, wie Adipositas und erhöhter intraabdominaler Druck, das Risiko eines Stomaprolaps oder einer parastomalen Hernie deutlich erhöhen. Chirurgisch-technisch prädisponiert eine zu große Stomaaustrittsstelle zur parastomalen Hernie, während eine übertriebene Mobilisation der stomabildenden Darmschlinge die Prolapsneigung erhöht (3133). Die häufigsten Stomakomplikationen sind in Tabelle 2 zusammengefasst.

Die häufigsten Stomakomplikationen bei Dünn- und Dickdarmstoma
Die häufigsten Stomakomplikationen bei Dünn- und Dickdarmstoma
Tabelle 2
Die häufigsten Stomakomplikationen bei Dünn- und Dickdarmstoma
Stomakomplikationen
Stomakomplikationen
eAbbildung
Stomakomplikationen

Die Dehydration (mit Elektrolytstörungen) stellt nach Auffassung der Autoren immer eine relevante Komplikation bei Ileostomaträgern dar. Diese Komplikation wird unmittelbar nach Stomaanlage als auch Wochen bis Monate nach Anlage beobachtet. Eine klinisch relevante Dehydration wird bei etwa 20 % der Ileostomaträger angegeben (32). In einer Analyse von Messaris und Kollegen zeigte sich bei 603 Ileostomaträgern eine 60-Tage-Krankenhauswiederaufnahmerate von 16,9 %, wobei die Dehydration mit 43,1 % der häufigste Wiederaufnahmegrund war (34). Das Ausmaß der Dehydration kann sich nach Erfahrung der Autoren vom milden bis zum dialysepflichtigen Nierenversagen erstrecken.

Die Frühkomplikationen werden in der Regel konservativ therapiert. Hauterosionen und Ulzerationen lassen sich gut mittels Haut- und Stomapflege beheben. Das Stomahämatom und das Stomaödem bedürfen keiner Spezialbehandlung. Die Stomanekrose und -retraktion sind nur bei Funktionsstörungen des Stomas revisionsdürftig (35).

Die zwei häufigsten Ursachen der meisten Frühkomplikationen sind die suboptimale Stomalage und die unsachgemäße Versorgung des Stomas. In einer retrospektiven Veröffentlichung von Bass et al. zeigte sich eine Frühkomplikationsrate von 32,5 % bei 292 Patienten mit präoperativer Markierung der Stomastelle gegenüber 43,5 % bei 301 Patienten ohne präoperative Markierung (30). Daher kann die Notwendigkeit einer präoperativen Beratung mit Markierung der Stomastelle nicht überbetont werden. Die Markierung der Stomastelle muss nicht durch den Chirurgen erfolgen, sondern kann an einen Stomatherapeuten delegiert werden (36). Ein genaueres Zuschneiden und dichtes Aufkleben der Stomaplatte, gegebenenfalls mithilfe von Stomapaste, verhindert die Hauterosion durch das aggressive Dünndarmsekret bei Ileostomaträgern.

Die Spätkomplikationen können sowohl konservativ als auch chirurgisch angegangen werden. Die Beschwerdepersistenz und Funktionsbeeinträchtigung des Stomas (Versagen konservativer Maßnahmen) gelten als Indikation zur chirurgischen Revision (31, 37). Insbesondere für die parastomale Hernie existieren identifizierbare Risikofaktoren, wie Adipositas, Steroidbehandlung, sekundäre Stomaanlage, septische Komplikationen (37). Chirurgisch-technisch beeinflusst die Größe der Stomaaustrittsstelle und die Lage des Stomas in Bezug zur Rektusscheide die Entstehung der parastomalen Hernie (38). Als wirksame prophylaktische Maßnahme zur Vermeidung einer parastomalen Hernie gilt seit einigen Jahren die Verwendung eines Stomanetzes. Derzeit wird eine stark evidenzbasierte Wirksamkeit des Stomanetzes in der Verhinderung von parastomalen Hernien beschrieben. Trotz überzeugender Ergebnisse aus einem aktuellen systematischen Review weisen die Autoren um Chapman et al. auf die Notwendigkeit von soliden Studien zu dieser Thematik hin (39).

Nach Autorenmeinung gehören die Dehydration, das nicht passgenaue Ausschneiden der Stomaplatte und der fehlerhafte zeitliche Wechsel zu den häufigsten stomabedingten Komplikationen im ambulanten Setting. Hohe Volumenverluste über ein Ileostoma, gekoppelt mit unzureichender Flüssigkeitsaufnahme stellen eine durchaus gefährliche Kombination dar. Hier ist unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitsbilanzierung zu achten. Bei Anzeichen einer Exsikkose soll eine Krankenhauseinweisung erwogen werden. Eine zu groß ausgeschnittene Stomaplatte prädisponiert zu Hautirritationen bis hin zu Ulzerationen. Hierbei ist die Gefahr relevanter Hautschäden bei einem Ileostoma am höchsten. Während die Hautirritation durch eine Korrektur der Platte und intensive Hautpflege ambulant versorgt wird, soll eine Expertenkonsultation bei Ulzerationen erfolgen. Eine zu klein ausgeschnittene Stomaplatte führt zu Erosionen der Mukosa mit eventueller Blutung. Eine Expertenkonsultation soll in solchen Fällen ebenfalls erwogen werden.

Schlussfolgerung

Die Enterostomie ist trotz großer Fortschritte in Medizin und Chirurgie nicht aus dem klinischen Alltag wegzudenken. Die Anlage einer Enterostomie stellt einen tiefen Einschnitt im Leben eines Menschen dar und kann mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen sowie Einbußen der Lebensqualität einhergehen. Um das Leben mit dem künstlichen Darmausgang für die Betroffenen bestmöglich gestalten zu können, bedarf es einer umsichtigen Planung, einer sorgfältigen Chirurgie und einer optimalen Pflege.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 25. 7. 2017, revidierte Fassung angenommen: 16. 11. 2017

Anschrift für die Verfasser
PD Dr. med. Peter C. Ambe

Klinik für Viszeral-, Minimalinvasive und Onkologische Chirurgie

Marien Hospital Düsseldorf

Rochusstr. 2, 40479 Düsseldorf

peter.ambe@vkkd-kliniken.de

Zitierweise
Ambe PC, Kurz NR, Nitschke C, Odeh SF, Möslein G, Zirngibl H:
Intestinal ostomy—classification, indications, ostomy care and complication management. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 182–7.
DOI: 10.3238/arztebl.2018.0182

►The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eAbbildungen:
www.aerzteblatt.de/18m0182 oder über QR-Code

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* Die beiden Autoren teilen sich die Erstautorenschaft.
Klinik für Viszeral-, Minimalinvasive und Onkologische Chirurgie, Marien Hospital Düsseldorf:
PD Dr. med. Peter C. Ambe
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Lehrstuhl für Chirurgie II, Helios Universitätsklinik Wuppertal, Universität Witten/Herdecke: Nadja Rebecca Kurz, Dr. med. Siad F. Odeh, Prof. Dr. med. Hubert Zirngibl
Helios Universitätsklinik Wuppertal, Universität Witten/Herdecke: Claudia Nitschke
Zentrum für Hereditäre Gastrointestinale Tumore, Lehrstuhl für Chirurgie II, Helios Universitätsklinik Wuppertal, Universität Witten/Herdecke: Prof. Dr. med. Gabriela Möslein
terminales (endständiges) Kolostoma
terminales (endständiges) Kolostoma
Abbildung 1
terminales (endständiges) Kolostoma
doppelläufiges Loop-Ileostoma, Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Dr. med. Andreas Glättli, ADVENTRUM, Bern, Schweiz
doppelläufiges Loop-Ileostoma, Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Dr. med. Andreas Glättli, ADVENTRUM, Bern, Schweiz
Abbildung 2
doppelläufiges Loop-Ileostoma, Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Dr. med. Andreas Glättli, ADVENTRUM, Bern, Schweiz
Einteilung der intestinalen Stomata
Einteilung der intestinalen Stomata
Grafik
Einteilung der intestinalen Stomata
Indikationen für intestinale Stomata
Indikationen für intestinale Stomata
Tabelle 1
Indikationen für intestinale Stomata
Die häufigsten Stomakomplikationen bei Dünn- und Dickdarmstoma
Die häufigsten Stomakomplikationen bei Dünn- und Dickdarmstoma
Tabelle 2
Die häufigsten Stomakomplikationen bei Dünn- und Dickdarmstoma
Stomakomplikationen
Stomakomplikationen
eAbbildung
Stomakomplikationen
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