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Wir freuen uns über das Interesse an unserer Übersichtsarbeit. Der Diskussionsbeitrag von Prof. Dr. med. Walter Lisch weist zurecht darauf hin, dass eine monoklonale Gammopathie per se mit einer Vielzahl von Erkrankungen assoziiert sein kann (1). Die assoziierten Erkrankungen erlauben jedoch nicht an sich die Diagnose eines MGUS, sondern diese erfolgt über eine Serumelektrophorese in Kombination mit einer Immunfixation. Als potenzielle Präkanzerose beschreibt die monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS) einen Zustand, bei der die Größe des klonalen Plasmazellklons definitionsgemäß nicht für die Diagnosestellung einer malignen hämatologischen Erkrankung wie eines Lymphoms oder Myeloms ausreicht. Tatsächlich bleiben die meisten Patienten zeitlebens asymptomatisch. Dennoch existieren, wie Prof. Dr. med. Walter Lisch richtigerweise anmerkt, eine Vielzahl von MGUS-assoziierten Erkrankungen, bei der die „toxische“ Eigenschaft des Paraproteins, sei es durch Paraproteinablagerungen oder Autoantikörperaktivität, im Vordergrund steht. Bei all diesen Erkrankungen ist die monoklonale Gammopathie in unterschiedlicher Form organschädigend, daher sollte der Begriff der monoklonalen Gammopathie unbestimmter Signifikanz in diesen Fällen nicht verwendet werden und durch den Begriff der MGUS-assoziierten Erkrankung ersetzt werden (2, 3). Beispiele hierfür sind wie in unserem Artikel anhand der IgM-Gammopathie erwähnt unter anderem die Kryoglobulinämie, Neuropathien, das POEMS-Syndrom oder etwa die monoklonale Gammopathie mit renaler Signifikanz (3). In diesen Formenkreis gehören auch die genannten Okulopathien in Form von Keratopathien, die jedoch nach unserem Wissen und nach der von Prof. Lisch zitierten Veröffentlichung überwiegend mit der IgG-Gammopathie assoziiert sind und damit zumeist nicht den IgM-assoziierten Erkrankungen, die Schwerpunktthema unseres Artikels sind, zugerechnet werden können.

DOI: 10.3238/arztebl.2018.0190b

Für die Autoren

Prof. Dr. med. Christian Buske

CCC Ulm – Institut für Experimentelle Tumorforschung

Klinik für Innere Medizin III, Universitätsklinikum Ulm

christian.buske@uni-ulm.de

Interessenkonflikt

Prof. Buske erhielt Honorare für Beratertätigkeiten, Vortragstätigkeiten, Gelder für ein von ihm initiiertes Forschungsvorhaben sowie Erstattung von Reise- und Übernachtungskosten von Janssen und Roche. Erstattung von Teilnahmegebühren für Kongresse erhielt er von Roche und Abbvie.

1.
Lisch W, Wasielica-Poslednik J, Kivela T, et al.: The hematologic definition of monoclonal gammopathy of undetermined significance in relation to paraproteinemic keratopathy (An American Ophthalmological Society Thesis). Trans Am Ophthalmol Soc 2016; 114: T7 PubMed Central
2.
Glavey SV, Leung N: Monoclonal gammopathy: The good, the bad and the ugly. Blood Rev 2016; 30: 223–31 CrossRef MEDLINE
3.
Grunenberg A, Buske C: Monoclonal IgM gammopathy and Waldenstrom’s macroglobulinemia. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 745–51 VOLLTEXT
1. Lisch W, Wasielica-Poslednik J, Kivela T, et al.: The hematologic definition of monoclonal gammopathy of undetermined significance in relation to paraproteinemic keratopathy (An American Ophthalmological Society Thesis). Trans Am Ophthalmol Soc 2016; 114: T7 PubMed Central
2. Glavey SV, Leung N: Monoclonal gammopathy: The good, the bad and the ugly. Blood Rev 2016; 30: 223–31 CrossRef MEDLINE
3.Grunenberg A, Buske C: Monoclonal IgM gammopathy and Waldenstrom’s macroglobulinemia. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 745–51 VOLLTEXT

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