ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2018Veit Hornung: Den Viren mit Immunrezeptoren auf der Schliche

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Veit Hornung: Den Viren mit Immunrezeptoren auf der Schliche

Dtsch Arztebl 2018; 115(11): A-499 / B-433 / C-433

Kahl, Kristin

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Veit Hornung, Foto: DFG
Veit Hornung, Foto: DFG

Prof. Dr. med. Veit Hornung (42) erhält gemeinsam mit Prof. Dr. med. Eicke Latz (siehe unten) einen der diesjährigen Gottfried Wilhelm Leibniz-Preise für die Forschung zur angeborenen Immunantwort und zur zytosolischen Fremderkennung. Hornungs Schwerpunkt liegt auf der Erforschung der molekularen Grundlagen der Nukleinsäure-Erkennung im Zytoplasma und der Aktivierung sogenannter Inflammasom-Komplexe, die eine zentrale Rolle in der Steuerung von Entzündungsprozessen spielen. Hornung und sein Team konnten unter anderem Virus-Liganden ausmachen, die im Zytoplasma erkannt werden und die dazugehörigen Rezeptoren charakterisieren.

Hornungs Zusammenarbeit mit Latz begann bereits nach dem Medizinstudium und der Promotion in München, als er bei diesem eine Stelle als Postdoc an der University of Massachusetts Medical School antrat. Im Anschluss wechselte Hornung nach Bonn, wo er sieben Jahre eine Professur für Klinische Biochemie an der Universität innehatte. Latz folgte wenig später, und die beiden setzten – auch dank benachbarter Büros und Labore – ihre Zusammenarbeit fort. Seit 2015 hat Hornung den Lehrstuhl für Immunbiochemie am Genzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München inne. Die mit 2,5 Millionen Euro dotierte Auszeichnung, die Hornung und Latz sich teilen, ist für den Immunologen eine besondere Ehre – gerade auch, weil der Preis so breit vergeben wird. Sie ermögliche ihm, neue Arbeitsbereiche aufzubauen und in Hochrisikoprojekte zu investieren, die sonst womöglich keine Förderung erhielten. Kristin Kahl

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