ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2018Randnotiz: Gute Aussichten

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Randnotiz: Gute Aussichten

Dtsch Arztebl 2018; 115(11): A-463 / B-405 / C-405

Maybaum, Thorsten

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Wenn sich gesunde Menschen der medizinischen Forschung als Probanden zur Verfügung stellen, müssen die Anreize groß sein. Mediziner von Philipps-Universität und Universitätsklinikum Marburg konnten mit ihrer wissenschaftlichen Exkursion auf den Kibo im Kilimanjaro-Massiv zur Erforschung der Höhenkrankheit jetzt ein besonderes Bonbon und besondere Aussichten versprechen. 23 gesundheitlich geeignete Frauen und Männer zwischen 20 und 70 Jahren hatten das Glück, bei der Expedition dabei zu sein. Doch bis zur traumhaften Aussicht vom Kilimanjaro-Massiv galt es für die Freiwilligen, nicht nur den mit 5 895 Metern höchsten Berg Afrikas zu bewältigen, sondern auch allerlei Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen. Für die Untersuchungen während des Aufstieges erhielten die Teilnehmer zwei Fragebögen zur psychologischen Selbsteinschätzung. Zudem wurde ihnen regelmäßig Blut abgenommen. Diese Proben sollen den Forschern zufolge später bezüglich der laborchemischen Parameter zur besseren Einschätzung von Einflüssen des Immunsystems und des Stoffwechsels auf die Entstehung der Höhenkrankheit untersucht werden. Die Erkrankung kann zudem ziemlich unangenehm werden. Symptome können unter anderem Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Schwindel, Schlafstörungen und periphere Ödeme sein. Und: Die Höhenkrankheit ist den Forschern zufolge fast garantiert. Am Kilimanjaro sollen etwa 85 Prozent aller Bergsteiger höhenkrank werden. Erste Ergebnisse der Studie sind etwa Mitte April zu erwarten, eine Zusammenfassung soll es Ende dieses Jahres geben.

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