ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2018Pflege: Pflegebegriff schafft zusätzliche Personalstellen

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Pflege: Pflegebegriff schafft zusätzliche Personalstellen

Dtsch Arztebl 2018; 115(11): A-463 / B-405 / C-405

Maybaum, Thorsten

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Die Zahl der Betreuungskräfte hat sich in der stationären Pflege seit 2013 mehr als verdoppelt. Foto: dpa
Die Zahl der Betreuungskräfte hat sich in der stationären Pflege seit 2013 mehr als verdoppelt. Foto: dpa

Der Pflegebedürftigkeitsbegriff, der durch das 2. Pflegestärkungsgesetz eingeführt worden ist, verbessert die Personalausstattung in der stationären Pflege. Darauf hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hingewiesen. Demnach sind hochgerechnet in sieben Bundesländern – Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen – rund 10 380 zusätzliche Vollzeitstellen vereinbart worden. Für die anderen Länder ist eine solche Hochrechnung laut BMG noch nicht möglich, hieß es. Hintergrund ist, dass stationäre Pflegeeinrichtungen, Sozialhilfeträger und Pflegekassen sowie die Verbände auf Landesebene mit der Reform die jeweiligen Pflegesatzvereinbarungen auf die parallel eingeführten fünf Pflegegrade und die neuen Leistungsbeträge neu ausrichten mussten. Dabei hatten sie insbesondere die Personalstruktur und die Personalschlüssel zu prüfen, wie das BMG auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblattes erläuterte. Nach dem Ministerium vorliegenden Informationen des GKV-Spitzenverbands sei es oftmals gelungen, bessere Personalschlüssel zu vereinbaren.

Zudem sind nach Berechnungen des BMG in den stationären Pflegeeinrichtungen bereits rund 60 000 zusätzliche Betreuungskräfte beschäftigt, die vollständig von der Pflegeversicherung finanziert werden. Damit habe sich diese Zahl seit 2013 mehr als verdoppelt. Grund für den Anstieg sei, dass durch die Pflegereform das Verhältnis von Betreuungskraft und Pflegebedürftigen von 1 zu 24 auf 1 zu 20 verbessert worden sei. may

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