ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2018Arztpraxis: Personal wichtigster Marketingfaktor

MANAGEMENT

Arztpraxis: Personal wichtigster Marketingfaktor

Dtsch Arztebl 2018; 115(11): A-504 / B-438 / C-438

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Aufmerksames Personal ist einer Umfrage zufolge wichtiger als die Präsenz in digitalen Medien. Foto: picture alliance
Aufmerksames Personal ist einer Umfrage zufolge wichtiger als die Präsenz in digitalen Medien. Foto: picture alliance

Das Auftreten und die Kompetenz des Praxispersonals sind der wichtigste Marketingfaktor für Arztpraxen. Das berichtet die Stiftung Gesundheit in Hamburg auf der Basis ihrer Studie „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit“. Danach nennen 65,5 Prozent der Ärzte ihre Mitarbeiter als das wichtigste Marketinginstrument. In den vergangenen zehn Jahren dominierte das Internet die Rangliste der wichtigsten Faktoren für das Marketing. Auf Rang drei der wichtigsten Marketingmaßnahmen liegt das äußere Erscheinungsbild der Praxis. „Die Bedeutung eines aufmerksamen, zugewandten und fachlich kompetenten Personals ist derzeit aus Sicht der Ärzte bedeutsamer als die Präsenz in digitalen Medien“, sagt Stefanie Woerns, Vorstand der Stiftung Gesundheit und Co-Autorin der Studie. „Ärzte sollten daher die konventionellen Instrumente des Austauschs mit ihren Patienten nicht vernachlässigen – trotz der zunehmenden Digitalisierung.“

Die Frage nach den wichtigsten Marketingzielen wird im Rahmen dieser Studie durchgehend seit 2010 gestellt. Auf Platz eins liegt die Absicht, Patienten über das eigene Leistungsspektrum zu informieren (51,0 Prozent der Studienteilnehmer). Auf Platz zwei rangiert das Ziel, neue Patienten zu gewinnen (29,7 Prozent), gefolgt von dem Wunsch, durch Marketing mehr Geld zu verdienen (24,8 Prozent; Mehrfachnennungen waren möglich). Den größten Zuwachs verzeichnet derzeit die Absicht, den Kollegen Kompetenz zu vermitteln (+4,7 Prozentpunkte). Am stärksten verloren hat das Ziel, Patienten allgemein zu informieren (–13,3 Prozentpunkte). Die Studie „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit“ wird seit dem Jahr 2005 jährlich wiederholt. Aus ihrer Strukturdatenbank aller in Deutschland ambulant tätigen Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten hat die Stiftung eine geschichtete Zufallsstichprobe gezogen. Von 7 300 angeschriebenen niedergelassene Ärzten, Zahnärzten und Psychologischen Psychotherapeuten sowie leitenden Klinikärzten haben 215 der Befragten geantwortet. hil

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema