ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2018Gemeinsamer Bundesausschuss: Balneophototherapie steht wieder auf der Agenda

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Gemeinsamer Bundesausschuss: Balneophototherapie steht wieder auf der Agenda

Hillienhof, Arne

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Nach einer rund 20-jährigen Historie steht die Balneophototherapie beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) wieder zur Bewertung an. Es geht darum, ob eine Version des Verfahrens auch zur Behandlung des atopischen Ekzems – der Neurodermitis – in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgenommen werden soll.

Hintergrund ist der Abschluss eines Modellprojektes zur synchronen Balneophototherapie. Projektpartner waren die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns gemeinsam mit mehreren Krankenkassen sowie einem Industriepartner. Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München hatten das Modellprojekt evaluiert und ihren Abschlussbericht kürzlich an den G-BA gesandt, verbunden mit der Empfehlung der Projektpartner, das Verfahren auch zur Behandlung des atopischen Ekzems in den GKV-Leistungskatalog aufzunehmen. Der G-BA hat daraufhin in seiner Februarsitzung die Wiederaufnahme des Bewertungsverfahrens zur synchronen Balneophototherapie bei atopischem Ekzem beschlossen. Die Projektpartner des nun abgeschlossenen bayerischen Modellvorhabens halten die Aussichten dafür, dass das Verfahren Kassenleistung wird, für gut, „da die Ergebnisse sehr vielversprechend waren“, wie es aus der Projektgruppe hieß. Bis eine Entscheidung fällt, dürfte es aber noch dauern. Laut Zeitplan des G-BA soll ein Beschluss 2021 fallen. hil

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