ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2018Schwangerschaftsabbruch: Es geht nicht um Information
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Es ist also wichtig, dass uns der Unterschied zwischen Information und Werbung erklärt wird und „die Frauen auf dem Land“ laut Pro ? Familia in Zeiten von Internet herausfinden, wo sie abtreiben können. Wichtig auch, dass wir wissen, dass „die Politik“ die Abschaffung des Zusatzes A des § 218 unterstützt. Die zitierte und auf dem Foto abgebildete „Politik“ will aber weit mehr. Darüber steht in dem Artikel nichts. Frau Künast von den „Grünen“ sagte in der Tagesschau vom 1. Dezember 2017, dass „Abtreibung nicht strafbar ist“. Da fragten mich Bekannte, ob das schon so ist, denn Frau Künast ist Juristin und ihr wurde nicht widersprochen. Frau Kipping auf dem gleichen Foto von den „Linken“ rief mit anderen Politikern zur Gegendemonstration beim „Marsch für das Leben“ auf. In Ihrem Artikel wird Frau Hänel zitiert „… die Entscheidung für den Schwangerschaftsabbruch entsteht aus einer inneren Not …“. Laut statistischem Bundesamt erfolgten im Jahr 2016 von 98 721 dokumentierten Schwangerschaftsabbrüchen 94 908 über die Beratungsregelung, 3785 hatten eine medizinische, 28! eine kriminologische Indikation. Die innere Not des werdenden Menschen bei seiner Tötung wird, auch von den beteiligten Ärzten, hintangestellt. Es geht also nicht um die korrekte Form der Information über den Schwangerschaftsabbruch, sondern um die Legalisierung der Abtreibung.

Dr. med. Peter Beck, 71522 Backnang

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