ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2018„Zufriedene Ärzte, zufriedene Kliniken!“

ÄRZTESTELLEN: Nachgefragt

„Zufriedene Ärzte, zufriedene Kliniken!“

Dtsch Arztebl 2018; 115(11): [4]

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Interview mit Dr. Matthias Keilen, Leiter des Zentralen Medizinmanagements der Bezirkskliniken Mittelfranken

Herr Dr. Keilen, wie schätzen Sie den Arbeitsmarkt für Ärzte aktuell ein?

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Er hat sich zu einem reinen Bewerbermarkt gewandelt. Es wird immer deutlicher, dass die ärztlichen Mitarbeiter einer der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren im Gesundheitswesen sind. Wenn in einer Klinik zufriedene Ärzte arbeiten, hat das natürlich auch eine entsprechende Außenwirkung. Und auch die Mitarbeiterbindung fällt dann höher aus.

Welche Strategien verfolgen Sie, um Ärzte zufriedenzustellen?

Wir haben bei unseren ärztlichen Mitarbeitern jüngst die einzelnen Facetten ärztlicher Zufriedenheit und die zugehörigen Erwartungshaltungen abgefragt. Zudem hatten sie die Möglichkeit, sich in offenen Fragen über Verbesserungen zu äußern. Ziel war es, gemeinsam Wege zu finden, die Arbeitszufriedenheit der Ärzte langfristig zu steigern.

Mit welchem Ergebnis?

Unsere Ärzte haben sich gerade zu den Themen Betriebsklima und Verhältnis zum direkten Vorgesetzten sehr zufrieden geäußert. Unsere Chef- und Oberärzte pflegen einen guten Kontakt mit ihren Mitarbeitern und legen Wert auf flache Hierarchien. Allerdings stellte sich auch heraus, dass sich die Ärzte wünschen, von bürokratischen Tätigkeiten entlastet zu werden. Darüber hinaus möchten sie mehr Möglichkeiten haben, zentrale Entscheidungen mitzubestimmen.

Wie gehen Sie mit dieser Kritik um?

Wir werden jetzt mit interessierten Ärzten in Personalmarketingzirkeln gemeinsam Maßnahmen entwickeln, um der Forderung nach mehr Mitbestimmung nachzukommen. Darüber hinaus werden wir die Ärzte von bürokratischen Tätigkeiten entlasten, indem wir den Skill-Mix optimieren. Das heißt, wir übertragen Tätigkeiten, die nicht unbedingt ein Arzt erledigen muss, anderen Berufsgruppen.

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