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Als hausärztlicher Internist und unfallchirurgischer Laie bleiben bei mir erhebliche Verständnisfragen offen.

Wenn in dem Beitrag (auf Seite 876 rechts unten) nach Sobottke et al. in 22,2 % der Fälle nach Nicht-Wirbelsäulenoperationen und in 50,4 % der Fälle nach invasiver Intervention wie Katheterisierung (Harnwege?) und Punktion (was wurde punktiert?) es zu einer Spondylodiszitis käme – wie beschrieben – wären die absoluten Zahlen der Erkrankung exorbitant hoch und würden nicht 30/250 000 Patientenjahre betragen, wie anfangs in der Zusammenfassung erwähnt wird (1).

Sollte der Text aber umgekehrt gemeint sein, nämlich, dass bei 22,2 % der Patienten mit Spondylodiszitiden Nichtwirbelsäulenoperationen vorausgehen und bei 50,4 % der Fälle entsprechende Eingriffe wie Katheter oder Punktion erfolgt sind, könnten diese Zahlen sinnvoll sein. Gilt das dann als hämatogen, was laut Einleitung die häufigste Form des Infektionsweges sein sollte? Wie unterscheiden sich aber exogen und endogen und hämatogen als Infektionsweg? Nehmen wir als Beispiel eine Spondylodiszitis nach einer Punktion der Schilddrüse. Als Laie hätte ich bei Punktionsfolge auf exogen getippt, weil von außen eingebrachte Keime ja eher „exogen“ wären, verschleppt wiederum werden sie über die Blutbahn, dann also doch „hämatogen“?

Des Weiteren gewünscht hätte ich mir eine detailliertere Antibiotikaempfehlung mit Dosierung, da diese doch Alltagsrelevanz hat, insbesondere bei Unverträglichkeit oder Allergie der bisherigen Medikation und der dann alternativ einzusetzenden Antibiose.

DOI: 10.3238/arztebl.2018.0210a

Dr. med. Cornel Certain

Konstanz, dr.cornel-certain@web.de

Interessenkonflikt

Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Herren C, Jung N, Pishnamaz M, Breuninger M, Siewe J, Sobottke R: Spondylodiscitis: diagnosis and treatment options—a systematic review. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 875–82 VOLLTEXT
1.Herren C, Jung N, Pishnamaz M, Breuninger M, Siewe J, Sobottke R: Spondylodiscitis: diagnosis and treatment options—a systematic review. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 875–82 VOLLTEXT

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