ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2018Komplizierte Operationen: Hamburg verabschiedet Qualitätsanforderungen

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Komplizierte Operationen: Hamburg verabschiedet Qualitätsanforderungen

Dtsch Arztebl 2018; 115(12): A-545 / B-475 / C-475

dpa; Hillienhof, Arne

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Zur Durchführung komplizierter Operationen müssen ab Juli in Hamburg neue Qualitätsstandards hinsichtlich des Personals und der Geräte erfüllt sein. Foto: morganka/stock.adobe.com
Zur Durchführung komplizierter Operationen müssen ab Juli in Hamburg neue Qualitätsstandards hinsichtlich des Personals und der Geräte erfüllt sein. Foto: morganka/stock.adobe.com

Der Hamburger Senat hat kürzlich Rahmendaten für eine gute ärztliche und pflegerische Versorgung bei komplizierten Operationen in einer Rechtsverordnung festgelegt. Danach dürfen ab Juli 2018 nur noch jene Krankenhäuser eine Herz-, Thorax- oder Gefäßchirurgie betreiben, die rund um die Uhr ausreichend Personal mit definierter hoher Qualifikation und Berufserfahrung sowie bestimmte medizinische Geräte vorhalten. Es muss außerdem gewährleistet sein, dass jederzeit bis zu acht weitere Fachdisziplinen zur Behandlung hinzugezogen werden können.

Der Senat gibt den Hamburger Krankenhäusern in einem Stufenplan beginnend mit der Herzchirurgie eine Mindestpersonalbesetzung bei der Pflege auf den Intensivstationen vor. In der Herzchirurgie soll so ein Verhältnis von einer Pflegekraft auf maximal zwei Patienten erreicht werden. Das gestufte Vorgehen soll es den Kliniken ermöglichen, das erforderliche Personal schrittweise aufzubauen.

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Dem Senat zufolge lassen sich immer mehr Patienten auch aus dem Umland in Hamburg versorgen. Demnach ist die Zahl der in Hamburg versorgten Fälle von 501 374 im Jahr 2015 auf 508 515 im Jahr 2016 gestiegen. Die durchschnittliche Verweildauer von Patienten in den Krankenhäusern blieb dabei konstant bei 7,5 Tagen. Aufgrund dieser Entwicklung hat der Senat im Krankenhausplan die vollstationären Kapazitäten in den Hamburger Plankrankenhäusern um 361 Betten sowie die teilstationären Kapazitäten um 40 Behandlungsplätze erhöht.

Zusätzlich hat das Bundesland in 21 Versorgungsbereichen Zentren für besondere Aufgaben an 32 Standorten im Krankenhausplan ausgewiesen. Diese Kliniken können mit den Krankenkassen über Zuschläge verhandeln, mit denen spezielle Leistungen zusätzlich vergütet werden. dpa/hil

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