ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2018Krätze: Arzneimittelverordnungen sprunghaft angestiegen

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Krätze: Arzneimittelverordnungen sprunghaft angestiegen

Dtsch Arztebl 2018; 115(12): A-510

Hillienhof, Arne

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Die meisten Verordnungen für Arzneimittel gegen Krätze gab es in Nordrhein-Westfalen. Foto: mauritius images
Die meisten Verordnungen für Arzneimittel gegen Krätze gab es in Nordrhein-Westfalen. Foto: mauritius images

Die Krätze scheint in Deutschland wieder deutlich häufiger aufzutreten. Das berichtet die Barmer auf der Basis von Arzneimittelverordnungszahlen. Danach verschreiben Ärzte wichtige Krätzemedikamente deutlich häufiger: Waren es 2016 noch 38 127 Verordnungen, ist die Zahl im vergangenen Jahr auf 61 255 Verschreibungen bei Barmer-Versicherten gestiegen. Das entspricht einem Plus von rund 60 Prozent. Die Barmer vertritt 9,3 Millionen Versicherte. Einbezogen hat die Kasse Verordnungen mit den Wirkstoffen Permethrin, Ivermectin und Benzylbenzoat. „Die Ärzte verschreiben wieder deutlich mehr Krätzemedikamente. Ähnlich stark dürfte auch die Anzahl der Erkrankten gestiegen sein“, sagt Dr. med. Utta Petzold, Dermatologin bei der Krankenkasse. Ein Blick in die Bundesländer zeigt regionale Unterschiede bei der Entwicklung der Verordnungen von Krätzepräparaten. Während die Anzahl der Rezepte in Berlin um 35 Prozent zugelegt hat, gab es in Schleswig-Holstein eine Zunahme von 127 Prozent, gefolgt von Bremen (98 Prozent) und Rheinland-Pfalz (89 Prozent). Die meisten Verordnungen erfolgten 2017 in Nordrhein-Westfalen mit 26 758, gefolgt von 5 011 in Niedersachsen. hil

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