ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2018Bürgerversicherung: Kopfschmerzen
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Die gesellschaftspolitischen Kopfschmerzen der SPD, deren Mitglied ich bin, angesichts des dualen Krankenversicherungssystems sind nicht nur durch die viel zitierten längeren Wartezeiten beim Facharzt (für GKV-Versicherte) bedingt, sondern auch aus Sorge um gleiches Qualitätsniveau.

Im stationären Bereich, in dem ich über 35 Jahre tätig war, gilt immer noch: nicht nur schnellere Termine in der Sprechstunde für privat Versicherte, raschere stationäre Aufnahme, schnellerer OP-Termin, sondern auch – in operativen Fächern – das Privileg, vom erfahrensten Operateur operiert zu werden. Ohne diese These beweisen zu können, vermute ich aus eigener Erfahrung, dass in chirurgischen Fächern flächendeckend gesehen, Wahlleistungspatienten ein besseres Outcome haben dürften als gesetzlich Versicherte.

Eine solche Studie aufzulegen, daran dürfte aber hierzulande niemand Interesse haben.

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Der Redaktion des Deutschen Ärzteblattes sei an dieser Stelle gedankt, dass sie das übergeordnete Thema: „Folgen der Ökonomisierung“ seit dem Heft 47/2017 in die öffentlich Fachdebatte eingebracht hat.

Prof. Dr. med. Ulrich Krause, 96472 Rödental

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