ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2018Bürgerversicherung: Kopfschmerzen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Die gesellschaftspolitischen Kopfschmerzen der SPD, deren Mitglied ich bin, angesichts des dualen Kran­ken­ver­siche­rungssystems sind nicht nur durch die viel zitierten längeren Wartezeiten beim Facharzt (für GKV-Versicherte) bedingt, sondern auch aus Sorge um gleiches Qualitätsniveau.

Im stationären Bereich, in dem ich über 35 Jahre tätig war, gilt immer noch: nicht nur schnellere Termine in der Sprechstunde für privat Versicherte, raschere stationäre Aufnahme, schnellerer OP-Termin, sondern auch – in operativen Fächern – das Privileg, vom erfahrensten Operateur operiert zu werden. Ohne diese These beweisen zu können, vermute ich aus eigener Erfahrung, dass in chirurgischen Fächern flächendeckend gesehen, Wahlleistungspatienten ein besseres Outcome haben dürften als gesetzlich Versicherte.

Eine solche Studie aufzulegen, daran dürfte aber hierzulande niemand Interesse haben.

Anzeige

Der Redaktion des Deutschen Ärzteblattes sei an dieser Stelle gedankt, dass sie das übergeordnete Thema: „Folgen der Öko­nomi­sierung“ seit dem Heft 47/2017 in die öffentlich Fachdebatte eingebracht hat.

Prof. Dr. med. Ulrich Krause, 96472 Rödental

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige