ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2018Medizinstudium: NRW will Quotenplätze selbst vergeben

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Medizinstudium: NRW will Quotenplätze selbst vergeben

Dtsch Arztebl 2018; 115(12): A-509 / B-443 / C-443

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Ab dem kommenden Wintersemester soll eine zentrale Stelle in NRW entscheiden, wer einen Studienplatz über die Landarztquote erhält. Foto: dpa
Ab dem kommenden Wintersemester soll eine zentrale Stelle in NRW entscheiden, wer einen Studienplatz über die Landarztquote erhält. Foto: dpa

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen (NRW) will die Studienplätze für angehende Landärzte künftig selbst vergeben. „Wir werden eine zentrale Stelle einrichten, die die zehn Prozent der Studienplätze vergibt, die auf die Landarztquote fallen“, kündigte Karl-Josef Laumann (CDU) in der jüngsten Sitzung der Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein (ÄKNO) an. Erstmals sollen die Plätze über diesen Weg zum Wintersemester 2018/2019 vergeben werden. Er wisse natürlich, dass die Vergabe von Studienplätzen über die Landarztquote nicht unumstritten sei. Als Ge­sund­heits­mi­nis­ter müsse er aber „die Versorgung von 18 Millionen Menschen im Auge behalten“, sagte Laumann. Dazu zähle auch, dass die Versorgung in ländlichen Regionen des bevölkerungsreichsten Bundeslands sichergestellt sei. „Und wenn wir die Versorgung tatsächlich sicherstellen wollen, müssen wir diese Karte ziehen“, ist er überzeugt. Laumann zufolge sei die Zahl von 2 000 in NRW jährlich ausgebildeten Medizinern zudem zu gering. Kritik übte er an den Hochschulen. CDU und FDP hatten sich in ihren Koalitionsverhandlungen in NRW darauf verständigt, dass alle medizinischen Fakultäten in NRW einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin erhalten sollen. „Eine W3-Professur für Allgemeinmedizin haben wir bis jetzt nur in Düsseldorf“, berichtete er. Die übrigen Universitäten hätten die Stellen zwar ausgeschrieben, besetzt sei aber nicht ein einziger weiterer Lehrstuhl. ts

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