ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2018Evaluation eines absorbierenden und eines konventionellen Wundverbandes

MEDIZIN: Originalarbeit

Evaluation eines absorbierenden und eines konventionellen Wundverbandes

Eine randomisierte kontrollierte Studie bei orthopädischen Operationen

Evaluation of absorbent versus conventional wound dressing—a randomized controlled study in orthopedic surgery

Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 213-9; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0213

Bredow, Jan; Hoffmann, Katharina; Oppermann, Johannes; Hellmich, Martin; Eysel, Peer; Zarghooni, Kourosh

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Hintergrund: Endoprothetische Eingriffe an der unteren Extremität sowie Operationen an der Wirbelsäule zählen zu den häufigsten orthopädischen Eingriffen. Postoperative Wundheilungsstörungen und -infektionen können die Rekonvaleszenz sowie Krankenhausliegedauer verlängern und die Morbidität sowie Mortalität steigern.

Methode: In dieser randomisierten Studie (ClinicalTrials.gov: NCT01988818) wurden von Juni 2014 bis Februar 2015 insgesamt 209 Patienten eingeschlossen, bei denen die Indikation zu einer primären Knie- beziehungsweise Hüftendoprothese oder zu einer primären Operation an der Wirbelsäule gestellt wurde. Nach der Randomisierung wurden in der Interventionsgruppe ein Studienpflaster (Mepilex-Border Post-Op) und in der Kontrollgruppe ein konventioneller Haftverband (Cosmopor) angelegt. Der primäre Endpunkt war die Blasenbildung.

Ergebnisse: Im gesamten Studienkollektiv trat lediglich eine Blasenbildung am 6. postoperativen Tag auf. Der betroffene Patient gehörte zur Interventionsgruppe, aber hatte versehentlich einen Kontrollverband erhalten. Es wurden statistisch signifikant weniger Verbandswechsel in der Interventionsgruppe durchgeführt (p < 0,001). Sowohl die Patienten als auch das Pflegepersonal beziehungsweise die Ärzte waren in der Interventionsgruppe zufriedener (p < 0,001) als in der Kontrollgruppe.

Schlussfolgerung: Kontroll- und Interventionsgruppe unterschieden sich nicht hinsichtlich des primären Endpunkts, der postoperativen Blasenbildung. Die Patienten beurteilten den in der Interventionsgruppe verwendeten Verband als besser, und auch Pflegepersonal sowie Ärzte waren mit der Anwendung zufriedener.

LNSLNS

Hüft- und Kniegelenkendoprothesen sowie Wirbelsäuleneingriffe gehören zu den häufigsten orthopädischen Operationen (1). Normalerweise schützt eine geeignete Wundauflage den Wundverschluss von außen und bildet eine physikalische Barriere vor Kontamination. Ein idealer Wundverband absorbiert zudem das Wundexsudat, trocknet die Wunde jedoch nicht zu sehr aus, sodass ein – für die Wundheilung förderliches – Mikroklima entstehen kann (2). Es exstieren viele Varianten von Verbänden, die bei chirurgischen Wunden angewendet werden können. Jedoch liegt derzeit keine hinreichende Evidenz vor, welche Wundversorgung nach chirurgischen Eingriffen hinsichtlich der Infektionsrate, Vernarbung, Schmerz, Verbandswechsel und vor allem der Patientenakzeptanz besonders empfehlenswert ist (2).

Bei orthopädischen Eingriffen treten trotz einwandfreier Operationstechnik und höchster hygienischer Bemühungen Wundheilungsstörungen auf (36). Wundkomplikationen sind nicht nur nach großen Operationen, sondern auch im Praxisalltag infolge kleinerer Eingriffe oder Verletzungen sowohl in ambulanten als auch in stationären Einrichtungen relevant (35). Vermeintlich kleine und harmlose Wunden können bei Patienten mit Risikofaktoren, wie Diabetes mellitus, einem höheren Alter, Ischämien und bakteriellen Infektionen zu Komplikationen sowie chronischen Wunden führen (7). Die Häufigkeit von Wundheilungsstörungen nach primären orthopädischen Eingriffen an Knie und Hüfte werden mit 0–1,25 % angegeben (5, 812), an der Wirbelsäule sogar mit 0–16 % (1, 1315). Bei 0–0,34 % der Patienten tritt nach orthopädischen Elektivoperationen eine Sepsis auf (16, 17). In diesem Fall können harmlose Wunden zu akuten, lebensgefährlichen Komplikationen führen (18).

Neben Wundheilungsstörungen zählt die Blasenbildung zu den potenziellen postoperativen Komplikationen, deren Inzidenz in der Literatur mit 6–24 % angegeben wird (12, 13, 19, 20). Fehlende Elastizität und unzureichende Flexibilität von Pflastern zählen zu den Faktoren, die eine Blasenbildung fördern können (21, 22). Dabei spielen Scherkräfte zwischen Haut und Wundverband/-pflaster eine wesentliche Rolle (22). Diese entstehen, wenn sich die Epidermis von der Dermis löst, und sind Ergebnis der kontinuierlichen Abrasion (23). Weitere Faktoren sind altersbedingte Hautveränderungen, postoperative Weichteilödeme, die Art des verwendeten Wundverbandes und die Art der Anwendung des Wundverbandes (22, 24). Da aufgrund der Verletzung der Epidermis die Hautnervenenden gereizt sind, empfinden die Patienten den Verbandswechsel oft als unangenehm und schmerzhaft (24). Durch die Zerstörung der Hautbarriere können oberflächliche Wundinfektionen auftreten, die im schlimmsten Fall zu tiefen Infektionen führen können (24). Feuchte Wunden sind mit einer schnelleren Heilung, weniger Infektionen und geringerem Wundschmerzen im Vergleich zu trockenen Wunden assoziiert (25). Dennoch kann bei einem Verband mit unzureichender Adsorptionsfähigkeit zu viel Exsudat an der Wunde verbleiben. Dadurch werden feuchtigkeitsbedingte Hautschäden (Mazerationen) und bakterielle Kontaminationen der Wunde begünstigt, insbesondere bei einem mechanischen Leck im Verband (26). Postoperative Wundkomplikationen oder Infektionen können die Rehabilitationszeit (27, 28), die Krankenhausverweildauer sowie die Morbiditäts- und Mortalitätsraten erhöhen (18, 29).

Die effektivste Variante, Blasenbildungen, Wundheilungsstörungen und Sekundärinfektionen vorzubeugen, liegt in der Primärprävention. In diesem Fall hat die Auswahl der richtigen Wundauflage einen hohen Stellenwert (30). Nach Ousey et al. hängt die richtige Wundauflage von der Adhäsionsstufe, der Dicke der Wundauflage, der Form der direkten Wundfläche des Pflasters, der Saugfähigkeit des Pflasters sowie der geringen Reibung ab (4, 20). Ähnliche Kriterien erstellte auch das National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) (31).

Im klinischen Alltag werden in der Regel größtenteils konventionelle Verbände verwendet. Diese Wundauflagen müssen regelmäßig gewechselt werden, was wiederum neben Schmerzen für den Patienten auch eine geringe Infektionsgefahr mit sich bringt (32). Aktuell veröffentlichte prospektiv randomisierte Studien (9, 12) und Reviews (10, 21) legen nahe, dass absorbierende Wundauflagen, die bereits für die Behandlung von chronischen Wunden etabliert sind, auch Vorteile für das standardmäßige postoperative Wundmanagement bieten.

In Anbetracht dieser Fakten wurde eine randomisierte Studie konzipiert, um nach primären Eingriffen in der Orthopädie ein konventionelles Wundpflaster (Cosmopor E, Firma Hartmann) mit einem absorbierenden Wundpflaster zu vergleichen. Aus den vielen auf dem Markt angebotenen absorbierenden Wundverbänden wurde Mepilex Border Post-Op (Firma Mölnlycke, Göteborg, Schweden) – ein flexibler, selbsthaftender und absorbierender Verband mit weicher Silikonbeschichtung – gewählt. Die darin verarbeitete Mepilex-Wundauflage zeigte mit der verwendeten Safetac-Klebetechnologie in vorangegangen Studien bereits gute Ergebnisse hinsichtlich Haftbarkeit, Anwendbarkeit und Patientenzufriedenheit (12, 21).

Ziel der vorliegenden Studie war es, die Leistungsfähigkeit dieser absorbierenden Wundauflage zu bewerten und mit einem herkömmlichen Verband zu vergleichen.

Material und Methoden

In die vorliegende randomisierte Studie der Universitätsklinik Köln wurden von Juni 2014 bis Februar 2015 insgesamt 209 erwachsene Patienten eingeschlossen, bei denen die Indikation zu einer primären Knie- beziehungsweise Hüftendoprothese oder zu einer erstmaligen (primären) Operation an der Wirbelsäule mit einer erwarteten postoperativen Kranken­haus­auf­enthaltsdauer von mindestens 6 Tagen gestellt wurde. Den Patienten wurden die beiden Behandlungen im Verhältnis 1:1 zugewiesen. Die Zuteilung erfolgte stratifiziert (Hüfte, Knie, Wirbelsäule) gemäß permutierter Blöcke variabler Länge. Die Studie wurde verblindet, indem die computergenerierten, pseudo-zufälligen Zuweisungen in sequenziell nummerierten, blickdicht verschlossenen Umschlägen bereitgestellt wurden.

Primärer Endpunkt dieser Studie war die Blasenbildung bei Patienten nach Hüft- oder Knieprothese beziehungsweise einer primären Operation an der Wirbelsäule. Auf dieser Basis wurde die Fallzahl berechnet (13). Als sekundäre Endpunkte wurden die Leistung, der Tragekomfort, die Formanpassungsfähigkeit und die Patientenakzeptanz des Verbandes bewertet. Entsprechend der „Consolidated Statement of Reporting Trials“(CONSORT)-Kriterien weisen wir im Rahmen der selektiven Berichterstattung der Endpunkte darauf hin, dass entgegen des Studienprotokolls die selben Personen sowohl die Wundversorgung als auch die Evaluierung durchführten.

Der ausführliche Prüfplan der Studie wurde vorab veröffentlicht (13). Die Randomisierung ist im CONSORT-Flussdiagramm veranschaulicht (Grafik). Für die Studie liegt die Zustimmung der zuständigen Ethikkommission der Universitätsklinik zu Köln vor (Referenznummer 13-348). Ebenso wurde die Studie vorab registriert (ClinicalTrials.gov Nummer: NCT01988818). Die vollständige Methodik findet sich im eMethodenteil.

Flowchart der Studie gemäß CONSORT-Empfehlungen CONSORT, Consolidated Statement of Reporting Trials
Flowchart der Studie gemäß CONSORT-Empfehlungen CONSORT, Consolidated Statement of Reporting Trials
Grafik
Flowchart der Studie gemäß CONSORT-Empfehlungen CONSORT, Consolidated Statement of Reporting Trials

Ergebnisse

Von den 209 in die Studie eingeschlossenen Patienten konnten 208 in der Auswertung berücksichtigt werden. Davon wurden 105 Teilnehmer der Kontrollgruppe und 103 der Interventionsgruppe zugeteilt. Das durchschnittliche Alter lag bei 66,2 Jahren (33–90 Jahre) in der Kontrollgruppe und bei 66,8 Jahren (37–92 Jahre) in der Interventionsgruppe. In der Kontrollgruppe waren 55,2 % der Patienten männlich und 44,8 % weiblich. Die Interventionsgruppe bestand zu 47,6 % aus Männern und zu 52,4 % aus Frauen. Beide Randomisierungsgruppen zeigten auch innerhalb der drei Operationsgruppen (Knie- und Hüftendoprothesen sowie Wirbelsäulenoperation) hinsichtlich der demografischen Daten keine signifikanten Unterschiede (Tabelle 1).

Vergleich der Baseline-Daten beider Gruppen
Vergleich der Baseline-Daten beider Gruppen
Tabelle 1
Vergleich der Baseline-Daten beider Gruppen

In der gesamten Studienpopulation trat bei einem Patienten am 6. postoperativen Tag eine Blasenbildung auf (primärer Endpunkt). Dieser Patient gehörte zur Interventionsgruppe, aber hatte versehentlich einen Kontrollverband erhalten. Tabelle 2 zeigt die Gesamtzufriedenheit der Patienten aufgeteilt nach der durchgeführten Operation. In allen drei Gruppen (Knie, Hüfte, Wirbelsäule) waren die Patienten in der Interventionsgruppe signifikant (p < 0,001) zufriedener.

Gesamtbewertung des Patienten (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Gesamtbewertung des Patienten (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Tabelle 2
Gesamtbewertung des Patienten (6. postoperativer Tag, p < 0,001)

Die Patienten in der Interventionsgruppe evaluierten den Tragekomfort der Pflaster signifikant als besser (Tabelle 3). Die Anwendbarkeit, die Beurteilung der Wundsituation durch das Pflaster und das Abnehmen des Pflasters wurden signifikant zugunsten der Interventionsgruppe bewertet (p < 0,001) (Tabellen 4–6). In der Gesamtbewertung beurteilten Pflegepersonal beziehungsweise Ärzte die Anwendbarkeit der Pflaster in der Interventionsgruppe als besser (p < 0,001) (Tabelle 4).

Bewertung des Komforts durch den Patienten (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Bewertung des Komforts durch den Patienten (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Tabelle 3
Bewertung des Komforts durch den Patienten (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Bewertung der Anwendbarkeit durch Pflegepersonal/Ärzte (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Bewertung der Anwendbarkeit durch Pflegepersonal/Ärzte (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Tabelle 4
Bewertung der Anwendbarkeit durch Pflegepersonal/Ärzte (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Bewertung der Pflasterentfernung durch Pflegepersonal/ Ärzte (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Bewertung der Pflasterentfernung durch Pflegepersonal/ Ärzte (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Tabelle 5
Bewertung der Pflasterentfernung durch Pflegepersonal/ Ärzte (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Beurteilbarkeit der Wunde bzw. der Komplikationen beim Tragen des Wundverbands (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Beurteilbarkeit der Wunde bzw. der Komplikationen beim Tragen des Wundverbands (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Tabelle 6
Beurteilbarkeit der Wunde bzw. der Komplikationen beim Tragen des Wundverbands (6. postoperativer Tag, p < 0,001)

Unter Berücksichtigung der Schmerzen gemessen anhand der visuellen Analogskala (VAS) nach dem Pflasterwechsel waren – unabhängig von der Operation (Hüfte, Knie oder Wirbelsäule) – die Beschwerden in der Interventionsgruppe signifikant geringer sind als in der Kontrollgruppe (6. postoperativer Tag, p = 0,006) (eTabelle).

Die Anzahl der Verbandswechsel war innerhalb der Studie signifikant geringer, wenn der für 7 Tage zugelassene Silikonverband verwendet wurde (p < 0,001) (Tabelle 7). 70,9 % der Patienten konnten über 6 postoperative Tage ohne Verbandswechsel behandelt werden. In der Kontrollgruppe hingegen erhielten in diesem Zeitraum gemäß den allgemeinen Hygienevorschriften der Klinik alle Patienten einen Verbandswechsel. Im Durchschnitt waren in der Interventionsgruppe 0,3 Verbände nach dem intraoperativ aufgetragenen Verband und in der Kontrollgruppe 1,2 Verbände pro Patient notwendig (Tabelle 2). Die Zeit, die für den Wechsel der Wundauflage benötigt wurde, unterschied sich nicht zwischen Pflastern. Im Untersuchungszeitraum fielen keine Wundheilungsstörungen auf. In der eTabelle findet sich eine Übersicht aller Ergebnisse.

Anzahl der Verbandswechsel (p < 0,001)
Anzahl der Verbandswechsel (p < 0,001)
Tabelle 7
Anzahl der Verbandswechsel (p < 0,001)

Diskussion

Die primäre Studienhypothese, die Blasenbildung durch Verwendung eines absorbierenden Pflasters zu reduzieren, konnte nicht bestätigt werden. Bei konventionellen Pflastern wurde in der Literatur eine Blasenbildung von 6–24 % beschrieben (13, 23), was wir in unserem Kollektiv nicht nachvollziehen konnten. Möglicherweise liegt dem zugrunde, dass die Inzidenz der Blasenbildung generell gesenkt werden kann, wenn der Verband spannungsfrei angebracht, ein täglicher Wechsel vermieden und der Verband vorsichtig gelöst sowie abgezogen wird.

Allerdings zeigte sich in unserer Studie, dass die Patienten in der Interventionsgruppe postoperativ weniger Schmerzen beklagten, insgesamt weniger Verbandswechsel benötigten und zufriedener mit dem Verband waren. Auch die Anwenderzufriedenheit fiel zugunsten der Interventionsgruppe aus. Aus den Resultaten aller primären und sekundären Parameter (eTabelle) ging hervor, dass bei vielen erhobenen Parametern kein Unterschied zwischen den untersuchten Gruppen bestand.

Der in dieser Studie für die Interventionsgruppe verwendete Verband erfüllt alle Kriterien, die in der Leitlinie der National Health and Clinical Excellence (NICE) im Jahr 2008 (31) gefordert werden.

Die Permeabilität dieses Pflasters wurde bereits in Vorstudien (12) nachgewiesen und als zufriedenstellend bewertet. Die ausgebliebene Blasenbildung und die geringe Frequenz notwendiger Verbandswechsel in der Interventionsgruppe der vorliegenden Studie unterstützen diese Beurteilung.

Die Ergebnisse zeigen, dass der Wundverband in der Interventionsgruppe schmerzarm entfernt werden kann, was ein Hauptkriterium für den Patienten in der Bewertung eines Wundverbandes ist. Somit ist das absorbierende Pflaster insbesondere dem heutigen Standardverband signifikant überlegen.

Eine relevante Umstellung für Pflegepersonal beziehungsweise Ärzte soll nicht unerwähnt bleiben. In der Regel beurteilte der Anwender alle 2 Tage die postoperative Wunde des Patienten und vergewisserte sich, dass keine Komplikationen auftraten. Jedoch lässt der untersuchte Silikonverband nur eine eingeschränkte Sicht auf die Umgebung der Wunde zu (Abbildungen 1 und 2). Eine sezernierende Stelle der Wunde kann durch das Pflaster lokalisiert, allerdings, wie auch in der Standardgruppe, nicht ohne einen Pflasterwechsel adäquat beurteilt werden (Abbildung 3). Die Verbandswechsel wurden nach Ermessen des Operateurs durchgeführt. Für das Pflegepersonal beziehungsweise Ärzte und den Patienten war es ungewohnt, den Hautschnitt nach 7 Tagen zum ersten Mal sehen zu können. Die Wundauflage zeigte nur den peripheren Hautbereich, aber nicht die chirurgische Inzision. Dennoch ergaben sich hierdurch keine medizinischen Nachteile für die Patienten, insbesondere da keine Wundheilungsstörung beziehungsweise kein Wundinfekt übersehen wurde. Eine vollständige Transparenz des Pflasters könnte dieses Problem lösen.

Wunde vor Pflasterwechsel mit Silikonverband (Interventionsgruppe)
Wunde vor Pflasterwechsel mit Silikonverband (Interventionsgruppe)
Abbildung 1
Wunde vor Pflasterwechsel mit Silikonverband (Interventionsgruppe)
Wunde vor Pflasterwechsel mit Silikonverband (Interventionsgruppe)
Wunde vor Pflasterwechsel mit Silikonverband (Interventionsgruppe)
Abbildung 2
Wunde vor Pflasterwechsel mit Silikonverband (Interventionsgruppe)
Wunde nach Abnahme des Silikonverbandes (Interventionsgruppe)
Wunde nach Abnahme des Silikonverbandes (Interventionsgruppe)
Abbildung 3
Wunde nach Abnahme des Silikonverbandes (Interventionsgruppe)

Ein Verzicht unnötiger Verbandswechsel erscheint sinnvoll, da jeder Verbandswechsel eine potenzielle Kontamination der Wunde mit sich bringt (32). Außerdem wird die zelluläre Wundheilung durch eine gesenkte Hauttemperatur für 3–5 Stunden unterbrochen und somit verzögert (33). Es ist davon auszugehen, dass die Auswahl des richtigen Pflasters zur Prävention von Infektionen bei chirurgischen Wunden beiträgt. Es wurde intraoperativ darauf geachtet, dass die Redon-Drainage, sofern diese verwendet wurde, außerhalb des geplanten Wundverbandes ausgeleitet wurde. Nur indem Ausleitung und Verband der Drainage separiert wurden, konnte das Pflaster auf dem Hautschnitt belassen und die Drainage zeitgerecht entfernt werden (Abbildung 4). Der Hautverschluss nach der primären Knie- und Hüft-Operationen erfolgte mittels Hautklammern. Gemäß einer jüngst erschienenen Metaanalyse führt der Wundverschluss mittels Klammernahtgerät zur geringsten Rate an Wundkomplikationen nach Knie-Endoprothesen (34). Bei den Wirbelsäulenoperationen wurde eine fortlaufende Intrakutannaht durchgeführt.

Wunde nach Anlage des Silikonverbandes (Interventions - gruppe) und externer, gestielter Ausleitung der Redon-Drainage
Wunde nach Anlage des Silikonverbandes (Interventions - gruppe) und externer, gestielter Ausleitung der Redon-Drainage
Abbildung 4
Wunde nach Anlage des Silikonverbandes (Interventions - gruppe) und externer, gestielter Ausleitung der Redon-Drainage

Hinsichtlich Zufriedenheit der Patienten und Pflegepersonal beziehungsweise Ärzte ist die Interventionsgruppe der Kontrollgruppe in der vorliegenden Studie überlegen. Diese Ergebnisse werden von aktuellen randomisierten Studien mit absorbierenden Wundverbänden bei Knie- und Hüftoperationen untermauert (6, 24, 3537).

Ferner resümierten Sharma et al. in einer Metaanalyse der aktuell existierenden randomisierten Studien, dass trotz dieser Hinweise keine Evidenz dafür vorliegt, dass derartige absorbierende Wundverbände Gelenkinfektionen verringern können (36).

Erstmalig wurden in unserer Studie auch Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen eingeschlossen und untersucht. Insbesondere an dieser Körperregion wird der Wundverband besonderen Belastungen ausgesetzt, da der Patient vermehrt auf dem Wundverband liegt und die Gefahr der Dislokation des Verbandes durch Scherkräfte potenziell größer ist als an den Extremitäten. Jedoch war auch bei diesen Patienten der angewendete neue Verband in der Interventionsgruppe signifikant besser als in der Kontrollgruppe und erfüllte alle geforderten Kriterien nach NICE.

Der initial verwendete Wundverband sollte idealerweise so lange wie möglich belassen werden, um Infektionen zu reduzieren und den Komfort für den Patienten zu erhöhen. Als Voraussetzung gilt, dass keine Infektionszeichen oder eine das Pflaster überfordernde Sekretion erkennbar sind. Die dafür notwendigen neuen Wundverbände befinden sich bereits auf dem Markt und werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Andernorts ist es durchaus üblich, dass sich Patienten nach dem zweiten postoperativen Tag duschen – ohne erhöhte Raten an Wundinfektionen (3840). Somit muss der Vorteil der längeren Verweildauer der absorbierenden Wundverbände sicher kritischer betrachtet beziehungsweise relativiert werden.

Eine Limitation der vorliegenden Studie ist der kurze Untersuchungszeitraum von sechs Tagen. Um die primäre Studienhypothese zu untersuchen, ist dies jedoch ausreichend. Die Frage zur Infektionsrate im anschließenden Verlauf lässt sich durch die vorliegende Studie hingegen nicht beantworten. Außerdem kann eine Verzerrung in der Bewertung durch das Pflegepersonal beziehungsweise Ärzte und des Patienten nicht vollständig ausgeschlossen werden, weil Endpunkte von denselben Personen, die zuvor die Verbände gewechselt hatten, erfasst wurden. Ferner wurde bei 14 Patienten nach der Operation das falsche Pflaster verwendet (Kontroll- statt Interventionsbehandlung). Um die Ergebnisse zu bestätigen, ist eine unabhängige Folgestudie wünschenswert.

In weiteren Studien sollte berücksichtigt werden, dass Revisionsoperationen oder die Behandlung vorerkrankter Patienten bislang in der Literatur nicht untersucht wurden. Außerdem könnte der Aspekt der Arbeit von Rasmussen et al. aus dem Jahr 1993 (28) wieder aufgegriffen und die Anwendung absorbierender Pflaster (okklusiver Wundverband) auf das Kindesalter ausgeweitet werden. Gerade in diesem Patientenkollektiv könnte die Zufriedenheit durch geringe Schmerzen beim Verbandswechsel die Behandlung deutlich erleichtern beziehungsweise verbessern. Diese Überlegung sollte auch Anlass dazu geben, das evidente Dogma der alle 2–3 Tage stattfindenden Verbandswechsel zugunsten einer längeren Tragezeit zu überdenken, sofern Wunde und Verbandszustand dies zulassen. Wichtig wäre, dass die konventionellen Pflaster der Kontrollgruppe ebenso zuverlässig lange haften.

Resümee

Hinsichtlich des primären Endpunktes, der postoperativen Blasenbildung, zeigte sich kein Unterschied zwischen Kontroll- und Interventionsgruppe. Der Verband der Interventionsgruppe wurde von den Patienten besser vertragen, auch Pflegepersonal beziehungsweise Ärzte waren mit der Anwendung zufriedener. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Studie kann der postoperative Einsatz von absorbierenden Wundauflagen bei Patienten mit primärer Hüft- und Knieendoprothese sowie chirurgischen Eingriffen an der Wirbelsäule aufgrund des erhöhten Patientenkomforts empfohlen werden.

Interessenkonflikt
Dr. Bredow bekam Kongressgebühren- und Reisekostenerstattung sowie Studienunterstützung von der Firma Mölnlycke (kostenlose Überlassung von Mepilex Border Post-Op für die Prüfgruppe).

Dr. Zarghooni wurden Erstattungen von Kongressgebühren- und Reisekosten zuteil. Er erhielt Vortragshonorare sowie Studienunterstützung von der Firma Mölnlycke.

Prof. Eysel bekam Studienunterstützung (Drittmittel) von der Firma Mölnlycke (Überlassung der Pflaster für die Studie).

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 22. 6. 2017, revidierte Fassung angenommen: 3. 1. 2018

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Jan Bredow
Fachzentrum für Rücken & Wirbelsäule
Schön Klinik Düsseldorf SE & Co. KG
Am Heerdter Krankenhaus 2
40549 Düsseldorf
jbredow@schoen-kliniken.de

Zitierweise
Bredow J, Hoffmann K, Oppermann J, Hellmich M, Eysel P, Zarghooni K: Evaluation of absorbent versus conventional wound dressing—a randomized controlled study in orthopedic surgery. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 213–9. DOI: 10.3238/arztebl.2018.0213

►The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eMethodenteil, eTabelle:
www.aerzteblatt.de/18m0213 oder über QR-Code

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Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Köln:
Dr. med. Jan Bredow, Katharina Hoffmann, Dr. med. Johannes Oppermann, Prof. Dr. med. Peer Eysel, Dr. med. Kourosh Zarghooni
Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik (IMSB), Universität zu Köln:
Prof. Dr. rer. medic. Martin Hellmich, Dipl.-Math.
Fachzentrum für Rücken & Wirbelsäule, Schön Klinik Düsseldorf SE & Co. KG:
Dr. med. Jan Bredow
Dr. Oppermann erhielt Studienunterstützung (Drittmittel) von der Firma Mölnlycke (Überlassung der Pflaster für die Studie).
Wunde vor Pflasterwechsel mit Silikonverband (Interventionsgruppe)
Wunde vor Pflasterwechsel mit Silikonverband (Interventionsgruppe)
Abbildung 1
Wunde vor Pflasterwechsel mit Silikonverband (Interventionsgruppe)
Wunde vor Pflasterwechsel mit Silikonverband (Interventionsgruppe)
Wunde vor Pflasterwechsel mit Silikonverband (Interventionsgruppe)
Abbildung 2
Wunde vor Pflasterwechsel mit Silikonverband (Interventionsgruppe)
Wunde nach Abnahme des Silikonverbandes (Interventionsgruppe)
Wunde nach Abnahme des Silikonverbandes (Interventionsgruppe)
Abbildung 3
Wunde nach Abnahme des Silikonverbandes (Interventionsgruppe)
Wunde nach Anlage des Silikonverbandes (Interventions - gruppe) und externer, gestielter Ausleitung der Redon-Drainage
Wunde nach Anlage des Silikonverbandes (Interventions - gruppe) und externer, gestielter Ausleitung der Redon-Drainage
Abbildung 4
Wunde nach Anlage des Silikonverbandes (Interventions - gruppe) und externer, gestielter Ausleitung der Redon-Drainage
Flowchart der Studie gemäß CONSORT-Empfehlungen CONSORT, Consolidated Statement of Reporting Trials
Flowchart der Studie gemäß CONSORT-Empfehlungen CONSORT, Consolidated Statement of Reporting Trials
Grafik
Flowchart der Studie gemäß CONSORT-Empfehlungen CONSORT, Consolidated Statement of Reporting Trials
Vergleich der Baseline-Daten beider Gruppen
Vergleich der Baseline-Daten beider Gruppen
Tabelle 1
Vergleich der Baseline-Daten beider Gruppen
Gesamtbewertung des Patienten (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Gesamtbewertung des Patienten (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Tabelle 2
Gesamtbewertung des Patienten (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Bewertung des Komforts durch den Patienten (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Bewertung des Komforts durch den Patienten (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Tabelle 3
Bewertung des Komforts durch den Patienten (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Bewertung der Anwendbarkeit durch Pflegepersonal/Ärzte (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Bewertung der Anwendbarkeit durch Pflegepersonal/Ärzte (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Tabelle 4
Bewertung der Anwendbarkeit durch Pflegepersonal/Ärzte (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Bewertung der Pflasterentfernung durch Pflegepersonal/ Ärzte (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Bewertung der Pflasterentfernung durch Pflegepersonal/ Ärzte (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Tabelle 5
Bewertung der Pflasterentfernung durch Pflegepersonal/ Ärzte (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Beurteilbarkeit der Wunde bzw. der Komplikationen beim Tragen des Wundverbands (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Beurteilbarkeit der Wunde bzw. der Komplikationen beim Tragen des Wundverbands (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Tabelle 6
Beurteilbarkeit der Wunde bzw. der Komplikationen beim Tragen des Wundverbands (6. postoperativer Tag, p < 0,001)
Anzahl der Verbandswechsel (p < 0,001)
Anzahl der Verbandswechsel (p < 0,001)
Tabelle 7
Anzahl der Verbandswechsel (p < 0,001)
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